Lukas Schmitt (an der Kugel) war einer der Aktivposten beim LHC-Auftaktsieg.

Hockey. Der Limburger Hockey-Club (LHC) hat am Dienstagabend einen wichtigen Pflichtsieg zum Saisonauftakt eingefahren. Mit 2:1 (0:1) bezwang die Mannschaft von Trainer Stefan Döppes auf der Albert-Collée-Hockeyanlage den Aufsteiger Eintracht Frankfurt. Der erhoffte Erfolg hing allerdings lange Zeit am seidenen Faden.

Denn in der ersten Halbzeit hatte der Gast aus „Mainhattan“ überraschend leichte Feldvorteile. Die Eintracht versuchte gar nicht erst, technisch besonders hochwertiges Hockey zu spielen, sondern konzentrierte sich auf das, was sie gut konnte: einfache und schnelle Pässe, großen Kampfgeist und eine geschlossene Mannschaftsleistung. Limburgs Trainer Stefan Döppes war sich nach der Partie nicht sicher, ob seine Mannschaft den Auftaktgegner vielleicht unterschätzt hatte. Fakt war jedenfalls: Der LHC kam in der ersten Hälfte nicht richtig ins Spiel.

So war die Frankfurter Führung in der 22. Minute durchaus verdient. Nach einem Konter wurde Jörg Brettschneider auf der linken Seite freigespielt und schloss mit einem harten Schuss zum 0:1 ab. Zwar hatte auch Limburg durch Jelle Mourik, David Schneider und Lukas Schmitt die eine oder andere gute Tormöglichkeit, doch die Gastgeber machten zu wenig daraus und ließen gleichzeitig zu viel zu.

Zum Glück für den LHC standen die routinierte Abwehr und Torhüter Maxi Flick sicher, sodass der Rückstand zur Pause nicht größer ausfiel. Nach einer klaren Halbzeitansprache von Döppes präsentierten sich die Lahnstädter nach dem Seitenwechsel deutlich entschlossener. Limburg wurde von Minute zu Minute stärker, übernahm zunehmend die Spielkontrolle und setzte die Eintracht immer mehr unter Druck.

In der 41. Minute belohnte sich der LHC schließlich für die Leistungssteigerung. Aus dem Gewühl heraus erzielte Christian Kremers den wichtigen 1:1-Ausgleich. Wenig später bot sich den Gastgebern sogar die große Chance zur Führung. Lukas Schmitt scheiterte jedoch mit einem Siebenmeter am Frankfurter Keeper Jan Trachtenberg, der den Schuss ins linke Eck parierte.

„Der Sieg war verdient. Neben dem Siebenmeter hatten Schmitt und Schneider weitere Großchancen“, zog Trainer Döppes anschließend sein Fazit.

Siegtorschütze Dominic Böcklng (links) im Zweikampf mit dem Frankfurter Hauke Kretschmer.

Zehn Minuten vor dem Ende war es dann soweit: Dominic Böckling sorgte mit einem Eckenschlenzer für das umjubelte 2:1 und damit für die Entscheidung. Die Eintracht gab sich zwar noch nicht geschlagen und kämpfte bis zum Schluss um den Ausgleich, kam jedoch nicht mehr gefährlich vor das Limburger Tor. Stattdessen hatte Frankfurt sogar Glück, dass der LHC bei mehreren Kontern nicht noch den dritten Treffer nachlegte.

Damit feierte Limburg zum Saisonauftakt einen hart erkämpften, letztlich aber verdienten 2:1-Erfolg und sammelte die ersten wichtigen Punkte der neuen Spielzeit. Diese Woche Samstag um 16 Uhr wird die nächste Heimaufgabe noch schwerer, wenn im Limburger Eduard-Horn-Park Meisterschaftsmitfavorit TSV Schott Mainz gastiert.

Limburg: Flick, Jeuck, Böckling (1 Tor), Faustmann, Predikant, David Schneider, Nebgen, Lukas Schmitt, Finn Mourik, Dick, Jelle Mourik, Musgad, Brand, Mittler, Sietzke, Kremers (1). rk

 

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