Mission A-Finale: Mark Hinrichs aus Limburg startet bei der Ruder-EM

Sorgfältige Vorbereitung ist alles: Mark Hinrichs wird sich auch in Varese sorgfältig um sein Boot kümmern (Quelle: MeinRuderbild).

Wenn sich vom 30.07. bis zum 02.08. auf dem Lago di Varese Europas Ruderelite trifft, ist das mehr als nur eine internationale Regatta. Der malerisch am Fuße der Alpen gelegene See in der norditalienischen Lombardei zählt seit Jahren zu den renommiertesten Austragungsorten des Weltrudersports.
434 Athletinnen und Athleten aus 31 Nationen gehen in knapp 200 Booten an den Start und kämpfen um die europäischen Titel. Der Deutsche Ruderverband (DRV) entsendet 12 Boote nach Varese und stellt hinter Gastgeber Italien das zweitgrößte Aufgebot der Europameisterschaft.

Mark Hinrichs vom Limburger Club für Wassersport ist mit dabei. Den beiden World Cups in Sevilla und Luzern folgt nun ein Start im Vierer o. St. auch bei diesen Titelkämpfen. Nach einem dreiwöchigen Trainingslager in Ratzeburg möchte das DRV-Quartett unter Beweis stellen, dass es mit den führenden europäischen Nationen Schritt halten kann.

Der Vierer mit Jasper Angl, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und René Schmela muss sich gegen neun weitere Konkurrenten behaupten. Und natürlich hat es diese Konkurrenz in sich: die nominell stärkste Mannschaft kommt aus Rumänien. Bei den bisherigen Starts auf den Ruder World Cups standen sie regelmäßig auf dem Siegerpodest. Litauen, Polen und Dänemark gehören nach ihren Auftritten in Sevilla und Luzern zu den Mannschaften, die leistungsmäßig auf Augenhöhe mit dem deutschen Vierer einzuschätzen sind. Die Teams der Ukraine und der Individuellen neutralen Athleten (AIN) rangieren geringfügig hinter den zuvor genannten Mannschaften. Die großen „Unbekannten“ kommen aus Tschechien, Italien und Großbritannien. Während die Italiener insbesondere auf einer Heim-EM nicht zu unterschätzen sind und mit vier international renommierten Athleten antreten werden, schickt British Rowing in Varese eine Nachwuchsmannschaft an den Start. Ganz überraschend kommt diese Nominierung indes nicht: Bell/Ford/Brangan und O’Sullivan stellten bei der diesjährigen Royal Henley-Regatta mit der Silbermedaille ihre Klasse unter Beweis. Und nicht zuletzt wollen die Briten ihre Dominanz im ungesteuerten Vierer weiterhin aufrecht erhalten.

Die Vorläufe werden am Freitag, den 31.07. um 11:27 und 11:32 Uhr ausgetragen. Die jeweils beiden Erstplatzierten qualifizieren sich direkt für das ersehnte A-Finale. Komplettiert wird das „Große Finale“ durch die beiden zeitschnellsten weiteren Boote. Die beiden Finalrennen werden tags darauf um 9:50 Uhr (B-Finale) bzw. 12:18 Uhr (A-Finale) gestartet.

Die Voraussetzungen für spannende Rennen sind damit geschaffen. Aus heimischer Sicht richtet sich der Blick vor allem auf das DRV-Quartett mit Mark Hinrichs. Gelingt der Sprung ins A-Finale, wäre dies ein weiterer Schritt auf dem Weg zurück an die europäische Spitze.

  • Dietmar Langusch

 

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