Wettkampfbericht Eiger-Ultra-Trail 2026 mit heimischer Beteiligung

Mark Freischlad und Frank Krämer am Start des E101

Unberechenbar wie die Nordwand – der 14. Eiger-Ultra-Trail in Grindelwald / Schweiz

Erneut hatte sich Grindelwald in das Epizentrum der internationalen Trailrunning-Szene verwandelt und  tausende Athleten und Fans an den Fuß der legendären Eiger-Nordwand gelockt. Bei anspruchsvollen hochalpinen Bedingungen bot das UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch die gewohnt spektakuläre Kulisse für eines der härtesten Rennen Europas.

Am Start war wieder eine große Laufgruppe der heimischen Vereine TuS Lindenholzhausen, VLG Eisenbach und LG Brechen.

Die berüchtigten Wetterwechsellagen der Berner Alpen stellten in diesem Jahr eine besondere Herausforderung dar. Die Regenfälle in den Tagen zuvor sowie im Laufe des Rennens verwandelten die anspruchsvollen Trails in eine rutschige Angelegenheit, welches höchste Konzentration erforderte. Die frühzeitige Warnung des Veranstalters vor einem Temperatursturz und die ausdrückliche Aufforderung zur Mitführung der vorgeschriebenen Pflichtausrüstung mit wetterfester Bekleidung war berechtigt, denn immer wieder verwandelten Starkregen mit Hagel nicht nur den höchsten Punkt der Strecke, das 2.681 m hohen Faulhorn in ein gefährliches Inferno.

Aufstieg zu Großen Scheidegg

 

Auf der Königsetappe, dem E101 mit 6.700 Höhenmetern im Aufstieg war zum wiederholten Male der erfahrene Ausdauerspezialist Frank Kremer am Start.

Nach 4 erfolgreichen Finishs in den Vorjahren entschied er sich, den extremen Bedingungen geschuldet und genau wie 1 Drittel der E101-Starter, dieses Mal für den „Short-Finish“ nach ca. 62 km und 3.300 Höhenmetern in 12:20 h.

Blick von der Laufstrecke auf den Brienzer See

Auf der Strecke des E51 mit ca. 53 km und 3.100 Höhenmetern, über das Faulhorn und entlang des Grades oberhalb des tief im Tal liegenden Brienzer See, entwickelte sich ein Duell der erfahrenen heimischen Trailrunner.

Dieses entschied Meinhard Rompel (TuS) für sich in 9:39 h als 9. der AK60. Es folgten Heinz Dankers (LG Brechen) in 10:00 h auf einem starken 3. Platz der AK65, sowie Reiner Trost auf Platz 4 der AK65 in 10:14 h.

 

 

 

Meinhard Rompel und Reiner Trost am VP – First -2.176 m

Daniela Samer (VLG Eisenbach) erreichte in bester Verfassung nach 11:45 h das Ziel in Grindelwald als 40. der AK35.

Daniela Samer auf dem letzten km

 

Bastian Trost (TuS) mit seiner Partnerin Hannah Schmidt fielen, einem Hagelschauer geschuldet ganz knapp dem strengen „Time-Cut“ zum Opfer und mussten nach ca. 39 km und 2.500 Höhenmetern am vorletzten Kontrollpunkt das Rennen beenden.

 

 

 

Hagelschauer am VP Schwand bei km 39,3.JPEG

Auf dem „Genuss Trail – E16“ mit 17 km und ca. 850 Höhemetern gab es 3 Familienduelle. Schnellster der Familie Nebgen (Limburg) war Till in starken 1:37 h. Dies bedeutete Platz 29 von ca. 900 Gestarteten. Seine Brüder Tristan und Moritz folgten in 1:55 h sowie Vater Andreas in 2:44h. Das Familenduell Machoczek (TuS) entschied Ralf für sich 2:40 h. Sohn Florian mit Partnerin Julia Stetzberger folgten in 2:52h. Katja mit Sohn Julian komplettierten das Familienfinish nach 3:08 h.

[Bild 7: Florian Machoczek, Julia Stetzberger, Peter Zimmermann, Ralf, Julia und Katja Machoczek im Ziel des E16]]

Adrian Itisberger (Limburg) finishte nach 1:54 h vor seinem Vater Mario, der nach 1:58 h über die Ziellinie lief. Der älteste Teilnehmer der Laufgruppe, Peter Zimmermann (MoMi-Läufer Limburg) verpasste in starken 2:52 h als 4. der AK M70 nur knapp einen Podestplatz.

Florian Machoczek, Julia Stetzberger, Peter Zimmerman, Ralf, Julia und Katja Machozcek

Die perfekte Organisation sowie die zahleichen Helfer an den Verpflegungspunkten und entlang der Strecke machten den Eiger-Ultra-Trail trotz der extremen Bedingungen erneut zu einem einmaligen Erlebnis. Der Mythos der Nordwand lebt.

 

 

Läuferinnen, Läufer und Betreuer am Fuße der Eiger Nordwand]
  • Text von Meinhard Rompel – Fotos privat

 

 

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