
Die TSG Oberbrechen ist mit einem deutlichen Derbysieg in den Kreispokal gestartet. Gegen einen lange Zeit tief verteidigenden FCA Niederbrechen musste die TSG zunächst geduldig bleiben, ehe sie nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse sorgte und mit einem 6:0-Erfolg in die nächste Runde einzog.
Die Gäste zogen sich von Beginn an weit zurück und verteidigten mit zwei kompakten Ketten rund um den eigenen Strafraum. Oberbrechen übernahm früh die Kontrolle über die Partie, tat sich gegen die dicht gestaffelte Defensive aber zunächst schwer, die entscheidenden Räume zu finden.
Die erste gute Gelegenheit hatte Mohammed Amin al Mohammad in der 11. Minute. Nach einem Steckpass von Cedric Unger tauchte er frei im Strafraum auf, scheiterte im direkten Duell jedoch an FCA-Torhüter Lennart Niggemann. Wenig später versuchte es Tobias Kremer aus der zweiten Reihe, setzte seinen Abschluss aber knapp links am Pfosten vorbei.
In der 30. Minute belohnte sich die TSG schließlich für ihre Überlegenheit. Unger spielte einen Steckpass auf die linke Seite zu al Mohammad, der vor Niggemann die Übersicht behielt und querlegte. Fabian Zukowski schob den Ball trotz zweier Niederbrechener Spieler auf der Linie zur verdienten Führung ins Netz.
Nur zwei Minuten später lag bereits das 2:0 in der Luft. Nach einer Flanke nahm al Mohammad den Ball direkt und jagte seine Volleyabnahme mit voller Wucht an die Latte. Kurz vor der Pause setzte sich Paul Schneider bis zur Grundlinie durch und legte den Ball gefährlich in den Rückraum, doch der FCA überstand auch diese Situation.
Niederbrechen blieb offensiv im ersten Durchgang nahezu ohne Wirkung. Die wenigen Entlastungsversuche über lange Bälle wurden von der Oberbrechener Defensive aufmerksam abgefangen. Dennoch ging es lediglich mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel agierte die TSG deutlich zielstrebiger. Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Andreas Martin nach einer Ecke per Kopf auf 2:0. Wenig später setzte sich Nicolas Gebhardt nach einem Chipball von Gianluca Cicatelli durch, traf aus aussichtsreicher Position allerdings nur das Außennetz.
In der 57. Minute folgte der dritte Treffer. Cicatelli brachte den Ball flach vor das Tor, wo Pascal Schmitt am langen Pfosten nur noch einschieben musste. Auch danach blieb Oberbrechen am Drücker. Al Mohammad setzte sich auf dem Flügel durch, seine abgefälschte Hereingabe strich jedoch knapp am Winkel vorbei.
Auf der Gegenseite kam der FCA anschließend zu seiner gefährlichsten Phase. Nach einer Drei-gegen-zwei-Situation parierte Finn Ohlemacher zunächst eine flache Hereingabe. Kurz darauf lenkte er einen Schlenzer von Marcel Jung aus halbrechter Position stark an die Latte und verhinderte damit den Anschlusstreffer. Auch im Spielaufbau präsentierte sich der Oberbrechener Schlussmann aufmerksam und sicher.
In der Schlussphase brachen bei den Gästen schließlich alle Dämme. Nach einer Rückgabe von Zukowski von der Grundlinie traf Cicatelli in der 85. Minute zum 4:0. Nur eine Minute später führte ein von Pascal Schmitt abgefälschter Abschluss von Unger aus rund 18 Metern zum fünften Treffer.
Den Schlusspunkt setzte Nicolas Gebhardt. Unger hob den Ball über die Niederbrechener Abwehrreihe, Gebhardt blieb trotz Bedrängnis vor Niggemann ruhig und schob sicher zum 6:0-Endstand ein. Wenig später beendete der souverän leitende Jona Horz das Spiel pünktlich nach 90 Minuten.
Nach einer geduldigen ersten Halbzeit zeigte Oberbrechen im zweiten Durchgang eine deutliche Leistungssteigerung. Die TSG erhöhte das Tempo, fand zunehmend Lücken in der Defensive des FCA und machte den Einzug in die nächste Runde des Kreispokals perfekt.

TSG Oberbrechen: Ohlemacher, Zukowski, Heldt, Mohammad, T. Kremer, Unger, Cicatelli, Schneider, Schmitt, A. Martin, Schumacher (K. Kremer, Gebhardt, Dorn
– Sascha Lanzel – Mehr Bilder vom Spiel könnt ihr auf der facebook-site von sport 11 sehen – Alle Bilder von Franz-Josef Blatt
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