Heißes Rennen im Triathlonmekka Rothsee

Das Rothsee-Quintett vlnr: Jonathan Peters, Ian Manthey, Till Clijsen, Oskar Weber, Leonard Fritze

Erneut war der Rothsee-Triathlon die zweite Station der 2. Triathlonbundesliga-Süd. Im Geburtsort des Ironman in Deutschland steht ein typischer Sprinttriathlon an. 750 m Schwimmen, 20 Rad-km in drei je 6,6 km langen Runden mit Windschattenfreigabe und 5 km Laufen über eine 1,25 km Pendelstrecke. Die Addition der vier besten Platzierungen von fünf Teamkollegen ergibt das Mannschaftsergebnis. Das Team mit der kleinsten Summe gewinnt. Ziel des Teams ist bei der dritten Teilnahme eine einstellige Tagesposition zu erreichen. Nach Platz 16 in 2024 und 12 in 2025 klingt das ambitioniert. Der Schweizer mit Nassauerwurzeln, Till Clijsen (23), Ian Manthey (32) und Oskar Weber (21) bilden den erfahrenen Kern des 2026er-Teams. Leonard Fritze (22) gibt sein Debüt für die TriHünen. In den vergangenen Jahren startete der junge Mann bereits für Teams in der Süd- und der Nordstaffel der 2. Liga. Nach deren Rückzug fand er den Weg in den Untertaunus. Rookie Jonathan Peters (18) springt für den kurzfristig ausfallenden Teamkapitän Tom Borst (21) ein. Der gute Schwimmer gibt seine Premiere in der Bundesliga und ist entsprechend aufgeregt.
Die späte Startzeit am Samstag sorgt für sehr harte Bedingungen. Bei 38 °C flirrt die Luft. Der Schwerpunkt der Rundumbetreuung liegt auf Kühlung und Schatten schaffen. Möglichst lange bleibt die Mannschaft in der Unterkunft und wird in der Vorbereitung vor Ort mit gekühltem Wasser und Eis für Körper, Helm, Tücher, Schuhe versorgt. Innerhalb weniger Tage ist der See 25 °C warm geworden und auf den bei einigen Triathleten beliebten Neoprenanzug muss verzichtet werden.

Pünktlich um 16:10 Uhr erfolgt der Startschuss. Der diesmal angenehmste Teil im See ist von den Schnellsten nach nicht einmal 10 Minuten erledigt.

Startschuss zum 37. Memmert-Rothsee-Triathlon TBL2-Süd der Männer

In der Reihenfolge Oskar (6.), Till (7.), Jonathan (21.) und Ian (28.) sind die TriHünen in Tuchfühlung zur Spitze aus dem Wasser. Leonard bekommt im Wasser einen Schlag ab, verliert den Rhythmus und kommt an Position 65 mit Rückstand zum Rad. Jonathan hat in der ersten Runde einen technischen Defekt und sein Rennen ist früh zu Ende. Nach zwei Runden sind Till, Ian und Oskar vorne in der Radgruppe und jagen hinter einem Münchner Athleten her. Leonard hat weiter Pech. Ein auf die Strecke einfahrendes Auto bremst die Gruppe aus und der zeitliche Abstand wächst an. Zusammen mit über 30 Athleten erreicht die Führung nach nicht einmal 30 Minuten auf dem Rad zum zweiten Mal die Wechselzone und es geht auf die entscheidenden 5 km. Als Erster auf der Strecke: Till. Der heißen Jagd auf dem Rad zollt er bald Tribut. Bald läuft das Limbacher Trio gemeinsam und gleichmäßig versuchen Ian, Till und Oskar das Rennen zu gestalten. Kühlung ist angesagt. Bei unter 3:30 min/km wird jeder gereichte Wasserbecher genutzt, um den Körper zu versorgen und zu kühlen. Leonard kämpft in den Laufschuhen für die Mannschaft um jede Position, macht mit jedem Schritt Boden gut, hält die Konkurrenz auf Abstand. Im Ziel ist Ian (58:54 Min) auf Platz 19 schnellster TriHüne. Oskar (58:55) folgt auf 20 und Till (59:00) wird 26. Leonard (62:25) läuft auf Rang 53 vor. Mit 118 Platzpunkten erreicht die SG Elz/Limbach am Rothsee erstmals ein einstelliges, sehr zufriedenstellendes Ergebnis.

Eng ist es auch auf dem Rad. Die Führungsgruppe mit u.a. T. Clijsen (vorne links)

Damit wird das Team Achter der Tageswertung. Nur vier Punkte beträgt der Rückstand zu Platz 5, den die Mannschaft zum Auftakt in Freilingen belegte. Das zeigt, wie eng das Feld zusammenliegt. Am 28. Juni folgt im bayrischen Trebgast das dritte Rennen der Saison. Dort wird die SG Elz/Limbach als sechstes von 16 Teams ins Rennen gehen.

Bericht @trainarmi Armin Borst @sg_elz.limbach
Fotos @ines05_07 Ines Borst

 

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