RSV Würges – SG Heringen/Mensfelden 1:3 (1:0) 

RSV mit unglücklicher Niederlage und nach 1:2 zu passiv

Würges gelang mit der ersten Aktion gleich die Führung: Eingeleitet durch Kapitän Hecht, konnte Lennox Urban rechts abschließen, der Keeper Jonas Crecelius im Gästetor noch abwehren, war aber chancenlos bei Nico Brands‘ Zweitverwertung aus dem Rückraum – 1:0 (3.). Von links einlaufend legte Lennox Urban den Ball zurück, Nico Brands verwertete zentral, hätte aber besser auf Silas Diehl durchlassen sollen, weil er auch etwas in Rücklage und der Abschluss dann zu lasch war (16.). Zehn Minuten später schickte links Nico Brands Vasyl Stasiuk in die Tiefe, der aber am Gästetorwart von halblinks scheiterte (26.). Kurz danach Zubair-Ud Din für Würges mit platziertem Fernschuss nur hauchzart links am Gästegehäuse vorbei (28.).

Mit der verdienten Führung ohne einen einzigen Abschluss von Heringen/Mensfelden ging es in die Kabinen.

Direkt zu Wiederbeginn war der Gastgeber weiter gut im Spiel, aber danach riss es dann ab. So forderten die Einheimischen einen Foulelfmeter nach Vergehen an Vasyl Stasiuk, den es nicht gab (49.). Der Ausgleich fiel nach einer Standardsituation: Unnötig verursachter Freistoß aus dem Halbfeld, wohltemperierte Freistoßflanke durch Tobias Becker, Lennen Knapp und Halil Aytekin plötzlich frei durch vor dem einheimischen Keeper und Aytekin stocherte den Ball dann über die Linie (54.). Von Würges wurde kurz danach noch ein Schuss im Sechzehnmeterraum geblockt (56.), danach nur noch Halbchancen bis Minute 80.

Die Gästeführung in der Entstehung glücklich: Würges forderte gleich zweimal Foul noch in der eigenen Hälfte, Halil Aytekin startete wohl gerade noch aus der eigenen Hälfte – sonst wäre er im Abseits gestanden – durch und netzte ein zum 1:2 (64.). Bei einem weiteren Konter muss eigentlich der dritte Treffer fallen, aber der eingewechselte Till Schmidt setzte den Ball an den Torpfosten (71.). Kurz darauf Taiwo Adejemi stark am kurzen Pfosten zur Stelle nach Pass von rechts Richtung Höhe Elfmeterpunkt durch Heringen/Mensfelden (72.). Sebastian Pätzold platzierte für die Gäste von halblinks und halbhoch einen Torschuss, Taiwo Adejemi im RSV-Tor aber gut disponiert (74.) Endlich dann noch einmal ein gefährlicher Abschluss der Gastgeber: Nico Brands in Einzelaktion gegen gleich zwei Gegenspieler, aber der Abschlusswinkel zu spitz und Jonas Crecelius im Gästegehäuse zur Stelle (80.). Den dritten „todbringenden“ Treffer konnte der Gast fünf Minuten immer noch nicht anbringen, da Tobias Doogs von links kommend nach Tempogegenstoß das Spielgerät rechts vorbeischob (85.).

Also doch noch eine Ausgleichschance für Würges: Zubair-Ud Din mit strammem Fernschuss aus dem Rückraum, Keeper Crecelius für den Gast ließ leicht abklatschen, klärte dann aber gerade noch vor dem heranstürmenden Chakil Aaki endgültig (88.). Hierbei verletzte sich der Torhüter am Kopf, und da das Wechselkontingent ausgeschöpft war, musste der Doppeltorschütze Halil Aytekin ins Gehäuse und der Gast zu Zehnt weiter spielen. Die Nachspielzeit war entsprechend sehr lange bemessen mit elf Minuten. Der nominelle Gleichstand an Spielern war mit Gelb-Rot für Lars Klippel auf Würgesee Seite aber schnell wieder hergestellt (90.+5).

Der RSV konnte den „Ersatzkeeper“ nicht mehr wirklich auf die Probe stellen. Im Gegenteil, Heringen/Mensfelden mit einer Kopfballverlängerung knapp über das Tor der Einheimischen (90.+7). Die Messe war dann eine Minute später gelesen, also sich Tobias Doogs stark auf rechts gleich gegen zwei Gegenspieler erwehrte und trocken zum 1:3 einnetzte (90.+8).

Der Gastgeber musste ab der Halbzeit berufsbedingt auf seinen Kapitän Niklas Hecht verzichten und Heringen/Mensfelden reiste ohnehin dezimiert an.

Viel zu wenig wurde nach dem Rückstand vom Gastgeber investiert, es war mehr als genug Zeit auf der Uhr (noch 26 Minuten regulär und effektiv 37 durch die Nachspielzeit), nach dem unglücklichen Rückstand das Ruder herumzureißen. So erzwang man nämlich nur noch zwei gefährliche Abschlüsse nach dem 1:2. Die zweite Halbzeit ging so oder so an den Gast, der den ersten Durchgang noch verschlafen hatte und hätte früher noch höher stellen, vergab aber zwei Konterchancen auch kläglich.


RSV Würges: Adejemi – Klippel, Jona Perner, Stahl, Aaki – Silas Diehl, Hecht, Brands, Din, Vasyl Stasiuk – Urban. (Pickhardt, Schauß, Grund, Oleh Stasiuk, Ben Diehl/ETW.)

SG Heringen/Mensfelden: Crecelius – Nüsken, Onuh, Dragesser, Rischling, Dominik Doogs, Mester, Knapp, Aytekin, Becker, Cicek. (Tobias Doogs, Pätzold, Schmidt.)

Tore: 1:0 Nico Brands (3.), 1:1 Halil Aytekin (54.), 1:2 Halil Aytekin (64.), 1:3 Tobias Doogs (90.+8).

Gelb-Rot: Lars Klippel (90.+5).

SR: Idris Yagci (VfR Wiesbaden) – Zuschauer: 65.

  • von Ingo Rum 

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