Spielberichte TSG Oberbrechen

TSG Oberbrechen – VFR 07 Limburg II 4:2 (0:0)

Nach der bitteren Niederlage der Vorwoche verfolgte die TSG ein klares Ziel: Die ersten Punkte im neuen Jahr sollten gegen den starken Aufsteiger aus der Domstadt her. Beide Mannschaften starteten engagiert und ließen den Ball sauber durch die eigenen Reihen laufen.

Die erste richtig gefährliche Aktion gehörte der TSG. Nach einer Flanke von rechts fehlten zunächst Zentimeter, ehe al Mohammad den Ball an die Latte setzte. In der 20. Minute bot sich dann dem VfR die erste Großchance: Patrick Malicha tauchte nach einem Zuspiel über links frei vor TSG-Schlussmann Münkel auf. Dieser ersetzte den verletzten Wagner und wird dies wohl auch in den kommenden Wochen weiterhin tun. Malicha setzte den Ball jedoch am kurzen Pfosten vorbei. Kurz darauf kam Kazerooni auf links zum Abschluss, doch erneut verfehlte der Ball das Tor um Haaresbreite.

Auf der anderen Seite sprang Tim Meyer der Ball im Strafraum an die Hand – Elfmeter für die TSG. Gianluca Cicatelli trat an, doch Kom im Tor der Rothosen parierte.

Das Spiel blieb temporeich, und die nächste Gelegenheit gehörte wieder der TSG. Cicatelli versuchte es aus der Distanz per Freistoß und zwang Kom zu einer Glanzparade, der den Ball aus dem Winkel fischte. Die anschließende Ecke fand Tobias Kremer, dessen Kopfball jedoch knapp über die Latte strich.

Wenig später sorgte ein hartes Einsteigen für Aufregung: Qurbani grätschte Oskar Heldt mit beiden Beinen von hinten um – völlig übermotiviert und klar zu spät. Heldt musste behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Dass Qurbani mit Gelb davonkam, darf man als äußerst glücklich bezeichnen.

Kurz vor der Pause hatte die TSG noch eine Riesenchance: Nicolas Gebhardt zog im Strafraum in Richtung Tor, sein Abschluss prallte jedoch nur an den Pfosten. So ging es nach einer spannenden, aber torlosen ersten Hälfte in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag der Gäste. Kazerooni tauchte erneut frei vor Münkel auf, setzte aber auch diesmal den Ball links am Tor vorbei. Direkt im Gegenzug zeigte die TSG dann eine ihrer schönsten Kombinationen des Spiels: Heldt steckte auf den eingewechselten Viktor Martin durch, der scharf in die Mitte spielte – und dort stand Rafael Morim genau richtig, um zum vielumjubelten 1:0 einzuschieben.

Keine drei Minuten später das gleiche Bild: Wieder legte Martin auf, wieder stand Morim goldrichtig – 2:0 für die TSG.

Doch die Domstädter gaben sich nicht geschlagen. Ein Freistoß, getreten von Tekdas, wurde gefährlich: Münkel war zwar noch dran, klärte aber offenbar erst hinter der Linie – der Anschlusstreffer. Und nur wenige Augenblicke später fiel tatsächlich der Ausgleich. Ein stark ausgespielter Konter über die linke Seite endete bei Thore Noth, der am langen Pfosten nur noch einschieben musste.

Die TSG merkte, dass sie das Spiel aus der Hand gegeben hatte, und erhöhte wieder den Druck. Erst scheiterte Kapitän Tobias Kremer per Kopf nach einer Ecke, dann kam Martin nach einer weiteren Ecke zu einem zu harmlosen Abschluss. Doch die Erlösung folgte in der 80. Minute: Der eingewechselte Leimpek legte ideal für al Mohammad auf, der aus halblinker Position trocken zum 3:2 vollendete.

Kurz darauf hätte Pascal Schmitt bereits alles klar machen können, doch sein Abschluss segelte in den Zaun. In der 86. Minute fiel dann die Entscheidung: Al Mohammad tauchte frei vor Kom auf, lupfte den Ball an die Latte und verwandelte den Abpraller mit starkem linken Fuß zum 4:2.

Mit dem Abpfiff hatte Noah Scherer noch die Chance zu verkürzen, doch sein Abschluss trudelte am Tor vorbei. So blieb es beim verdienten Heimsieg für die TSG.

TSG Oberbrechen: Münkel, Gebhardt, Cicatelli, Heldt, Al Mohammad, T. Kremer, Schmitt, Dorn, Morim, Eckert, P. Schneider (Speier, K. Kremer, Zahn, Martin, Leimpek, Speier)

VfR 07 Limburg II: Kom, Meyer, Noth, Kuhlisch, Sayan, Malicha, Qurbani, Kazerooni, Arsamikov, Tekdas, Khalil (Mghebrishvili, Terpini, Forte, Farkas, Scherer)

Tore: 1:0 Rafael Morim (51.); 2:0 Rafael Morim (54.); 2:1 Abdullah Tekdas (59.); 2:2 Thore Noth (67.); 3:2 Mohammed Amin al Mohammad (80.); 4:2 Mohammed Amin al Mohammad (87.)

Schiedsrichter: Soufiane Aaboun

Zuschauer: 125

  • TSG Oberbrechen II – SG Hirschhausen/Bermbach 1:2 (1:1)

    Der 26.05.2024 liegt inzwischen 651 Tage zurück – ebenso lange ist es her, dass die Heimbel zuletzt eine Heimniederlage hinnehmen musste. Damals war es die SG Selters/Erbach II, heute – 651 Tage später – traf dieses Schicksal die TSG erneut. Wieder war es die  SG Hirschhausen/Bermbach, der bekannte „Angstgegner“, die wie schon im Hinspiel als Sieger vom Platz gingen.

    Doch beginnen wir von vorne. Das Torwartteam der TSG war zuletzt vom Verletzungspech verfolgt, sodass an diesem Tag Cedric Unger zwischen den Pfosten stand – eigentlich Stürmer der 1. Mannschaft, aber aufgrund einer Fußverletzung derzeit nicht im Feld einsetzbar. Vorweg: Er machte seine Sache richtig gut. Darüber hinaus fehlten weitere wichtige Spieler: Simon Leimpek wurde wegen der Stürmer-Misere in der Ersten gebraucht, Lukas Schneider laborierte an einer Gehirnerschütterung aus dem Spiel gegen die Union, und Steve Hönscher fiel aus privaten Gründen aus. Eine Liste, die noch länger ist – doch Ausreden sollten daraus keine entstehen.

    Die Heimbel startete stark in die Partie. Bereits früh scheiterte Bene Pötz am gut reagierenden Ehrig im Tor der SG. In der 10. Minute bot sich die nächste große Möglichkeit: Nach einer schönen Kombination kam Michel frei zum Abschluss, konnte den Ball aber nicht mit genügend Druck Richtung Tor bringen. In der 16. Minute durfte die TSG dann jubeln: Michel bediente Jonas Kremer mustergültig, der frei vor Ehrig auftauchte und souverän zum 1:0 einschob.

    Doch die SG fand nun ins Spiel und schlug nur wenig später zurück. Nach einer Ecke reagierte David Beschorner am schnellsten und jagte den Ball aus etwa zwölf Metern unhaltbar für Unger unter die Latte. Dieser Treffer hinterließ Spuren bei der Heimelf, die nach dem starken Beginn plötzlich verunsichert wirkte. Ein missglückter Rückpass von Schneider zwang Unger zu einer Rettungstat – danach stabilisierte sich die TSG wieder, und es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe.

    Nach der Pause gehörte die erste Offensivaktion erneut der TSG: Zunächst verfehlte Kevin Kremer mit einem Außenristschuss knapp, kurz darauf scheiterte Jonas Kremer an Keeper Ehrig. In der Schlussphase wurde es dann turbulent. Patrick Deisel versuchte einen Rückpass von Rudloff zu erlaufen, verursachte dabei aber ein Foul an der Strafraumgrenze. Den fälligen Elfmeter parierte Unger glänzend, lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an den Pfosten – den Nachschuss verwandelte Yener zwar regulär, doch der Schiedsrichter nahm den Treffer zur Verwunderung aller zurück.

    Kurz darauf erhielten die Gäste einen Freistoß wenige Meter vor der Strafraumgrenze. Der Ball prallte von Eufingers Schienbein ab, sprang auf die Torlinie, und Eufinger klärte in höchster Not. Diesmal entschied der Unparteiische jedoch auf Tor – ein Kompensationspfiff? Die Frage bleibt offen.

    Die strittigen Szenen gingen weiter: Auf der Gegenseite wurde Luca Noth im Strafraum zu Fall gebracht, doch hier blieb die Pfeife stumm. In beide Richtungen gab es Situationen, die auch nach dem Abpfiff noch reichlich Gesprächsstoff boten. Der TSG gelang es in der Schlussphase nicht mehr, den Ausgleich zu erzwingen, sodass die beeindruckende Serie endete: Die erste Heimniederlage nach 651 Tagen war besiegelt.

    TSG Oberbrechen II: Unger, K. Kremer, Deisel, P. Schneider, Rudloff, Michel, Kunath, Speier, J. Kremer, Pötz, Eufinger (Schmitt, Zahn, Noth, Grund)

    SG Hirschhausen/Bermbach: Ehrig, Appl, J. Sitter, L. Sitter, Betz, Blanarsch, Beschorner, Sander, Yener, Volkmann, Kramm (R. Kramer, Bottyan, Auth, P. Kramer)

    Tore: 1:0 Jonas Kremer (18.); 1:1 David Beschorner (22.); 1:2 David Beschorner (80.)

    Zuschauer: 50

  • von Sascha Lanzel

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