
Die knapp 125 Zuschauer bekamen auf dem mit Sonnenstrahlen gefüllten Sportgelände der TSG ein zerfahrenes, zweikampfbetontes, vor allem aber auch nicht sonderlich schönes Fußballspiel zu sehen. Beide Teams konnten heute kadertechnisch nicht aus dem vollen schöpfen, was jedoch nicht der Grund für das szenenarme Spiel sein sollte.
Bereits in der ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab, wobei die TSG deutlich mehr Ballbesitz verzeichnete, mit diesem allerdings vor allem im letzten Drittel gegen gewohnt tiefstehende Gäste der Union nichts anzufangen wusste. So kam es im ersten Durchgang der Partie zu lediglich einem mageren Torschuss, den TSG-Kapitän Tobias Kremer mit dem Pausenpfiff markierte, als er einen Schlenzer aus knapp 20 Metern auf den Querbalken setzte. Auf der Gegenseite verpasste wenig zuvor Karol Altenhofen eine Hereingabe von Jonas Strom am langen Pfosten.
Nach dem Pausenpfiff sollte sich das Bild ändern. Die Gäste kamen prompt zu zwei Abschlüssen aus halblinker Position, die jedoch beide von Schlussmann Wagner pariert werden konnten. Es dauerte bis in die 55. Minute, ehe die Heimelf das Heft des Handelns erneut in die Hand nahm, doch auch in der Folge blieben Torschüsse Mangelware, sodass Grossmann im Tor der Union über die volle Distanz wenig bis gar nicht geprüft wurde.
Knapp 60 Minuten waren gespielt, als die Union sich dezimierte. Jonas Strom, bereits gelbverwarnt, kommt gegen Leimpek auf Höhe der Trainerbänke zu spät und sieht zurecht die Ampelkarte. In der Folge erhöhte sich der Ballbesitz auf Seiten der Heimelf weiter, doch weiterhin ohne Ertrag. Abschlüsse fanden meist aus der zweiten Reihe statt, so setzte Cicatelli das Runde in der 70. Minute nur Zentimeter über das Gebälk, doch weiterhin landete der Ball ein ums andere mal in der vielbeinigen Defensive der Union.
In der Schlussphase passierte schließlich das, was der ein oder andere an dieser Stelle bereits befürchtete. Nachdem Wagner einen Konter in der 90. Minute im Eins gegen Eins gegen Helfenstein noch zu entschärfen wusste, zeigte der Unparteiische Christian Rosenkranz in der vierten Minute der Nachspielzeit auf den Punkt und sprach den Gästen, die sich sichtlich schon lange mit dem Unentschieden zufriedengaben, einen Foulelfmeter zu. Nico Schneider trat an, und verwandelte über den rechten Innenpfosten hinweg zum vielumjubelten 1:0 aus Sicht der Union. Wagner hatte noch die Ecke, der Abschluss war jedoch zu platziert. Das Spiel wurde im Anschluss sofort beendet.
Ein herber Nackenschlag für die TSG, die dieses bittere Ende nicht verdiente, sich jedoch vorwerfen lassen muss, zu wenig aus den eigenen Spielanteilen kreiert zu haben.
TSG Oberbrechen: Wagner, Gebhardt, Cicatelli, Heldt, T. Kremer, Schmitt, V. Martin, P. Schneider, Leimpek, Morim, A. Martin (Speier, K. Kremer, Dorn, Eckert, Münkel ETW)
Union: Grossmann, Schneider, Wind, Paulus, Enderich, Scheu, J. Strom, Butzbach, Campana, Kurz, Altenhofen (Iglantowicz, S. Strom, Reusch, Helfenstein, Schrot, Pfeiffer, Reitz)

Tore: 0:1 Nico Schneider (90.+4)
Schiedsrichter: Christian Rosenkranz
Zuschauer: 125
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von Sascha Lanzel – Mehr Bilder vom Spiel könnt ihr auf der facebook-site von sport 11 sehen – Alle Bilder von Franz-Josef Blatt
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