
Hockey. Der Limburger Hockey-Club steht vor einem echten Endspiel um die Meisterschaft in der Westgruppe der 2. Hallenhockey-Regionalliga Süd. Am letzten Spieltag empfängt der Tabellenführer (19 Punkte) am Sonntag um 11 Uhr in der Limburger Kreissporthalle den nur einen Punkt zurückliegenden Tabellenzweiten Kreuznacher HC. Der Sieger der Partie sichert sich den Meistertitel und den Aufstieg in die 3. Liga.
Ein Unentschieden würde den Lahnstädtern aller Voraussicht nach nicht reichen, da davon auszugehen ist, dass die Rheinland-Pfälzer ihr Nachholspiel am Freitagabend beim Tabellenvorletzten Rüsselsheim gewinnen und somit an Limburg vorbeiziehen.
Limburgs Trainer Stefan Döppes schätzt die Chancen im Spitzenspiel auf 50:50 ein. Für sein Team spricht vor allem die starke Heimserie, denn bislang konnten alle Saisonspiele in eigener Halle gewonnen werden. Allerdings reist Bad Kreuznach mit breiter Brust an die Lahn: Zuletzt setzten sich die Kurstädter mit 5:3 gegen den Gruppendritten TEC Darmstadt durch. Auch das Hinspiel spricht klar für den KHC, der Limburg am fünften Spieltag mit 10:3 die erste Saisonniederlage zufügte.
Mit der Partie am Sonntag war dieses Spiel aber kaum vergleichbar. Damals hatte Limburg auf die Hälfte seiner Stammspieler verzichten müssen. Dieses Mal sollen außer dem kranken Finn Mourik wieder alle Leistungsträger zur Verfügung stehen. Lukas Schmitt, Simeon Schneider, Dominic Böckling und Anton Schütt kehren nach ihren krankheits- bzw. beruflich bedingten Pausen vergangenes Wochenende in den Kader zurück.
„Wir wollen gewinnen, aber das wird schwer genug“, sagt Döppes. Bad Kreuznach sei in sehr guter Form. Das Nachholspiel am Freitag könne sich für den Gegner sogar als Vorteil erweisen, da dieser im Spielrhythmus bleibe. Entscheidend werde sein, konzentriert zu agieren und Ballverluste in der Vorwärtsbewegung zu vermeiden. „Kreuznach ist extrem gut eingespielt, es ist schwer, Lücken in deren Raumdeckung zu finden. Wir werden uns aber etwas einfallen lassen“, so der LHC-Trainer.
Insgesamt sieht Döppes beide Teams mit sehr ähnlichen Voraussetzungen. Beide Mannschaften spielten vor allem durch aus der Not heraus reaktivierte Spieler jeweils eine starke Saison. rk
–