Limburger HC erobert Tabellenführung zurück/Verdientes 6:4 im Spitzenspiel bei TEC Darmstadt

Der Limburger HC bejubelte in Darmstadt seinen Sieg im Spitzenspiel und damit die Rückkehr auf Platz eins.

Hockey. Der Traum des Limburger Hockey-Clubs (LHC) vom Wiederaufstieg in die 1. Regionalliga lebt weiter. Mit einem hart umkämpften 6:4 (3:3)-Auswärtssieg beim bisherigen Spitzenreiter TEC Darmstadt eroberte die Mannschaft von Trainer Stefan Döppes am viertletzten Spieltag die Tabellenführung der Westgruppe der 2. Hallenhockey-Regionalliga Süd zurück.

An den kommenden beiden Wochenenden droht nun ein echter Krimi im Kampf um Platz eins. Limburg führt die Tabelle mit 16 Punkten an, hat jedoch bei deutlich schlechterer Tordifferenz nur einen Zähler Vorsprung auf den TEC Darmstadt sowie den Kreuznacher HC, der beim 16:6-Auswärtssieg gegen Schlusslicht Eintracht Frankfurt kurzen Prozess machte. Zeigt sich der LHC in den verbleibenden Partien ähnlich fokussiert wie in Darmstadt, haben die Lahnstädter ihr Saisonfinale selbst in der Hand.

Dabei hatte es vor dem Spitzenspiel nicht unbedingt nach einem Limburger Erfolg ausgesehen. Zuletzt hatte der LHC auswärts ersatzgeschwächt in Bad Kreuznach eine deutliche Niederlage kassiert, während Darmstadt fünf Siege in Serie gefeiert hatte. Davon war am Wochenende jedoch wenig zu sehen. Über die vollen 60 Minuten war Limburg – wieder mit den Rückkehrern Jelle Mourik und Anton Schütt, aber ohne den erkrankten Finn Mourik und den verhinderten Laurens Meurer – nicht nur ebenbürtig, sondern phasenweise die bessere Mannschaft und letztlich der verdiente Sieger.

Trainer Döppes hatte sein Team hervorragend auf die Begegnung eingestellt. Darmstadt kam nur selten dazu, seine athletische Überlegenheit auszuspielen. Die Limburger Defensive um die Routiniers Dominic Böckling und Benedikt Faustmann sowie Kapitän Max Bommel stand äußerst sicher. Darüber hinaus zeigte Torwart Nils Jonas eine überragende Leistung.

Auch offensiv machte sich die Rückkehr von Mourik und Schütt bemerkbar. Mit ihrer körperlichen und läuferischen Präsenz störten sie früh den Darmstädter Spielaufbau und verlagerten das Geschehen häufig in die Limburger Angriffshälfte. Döppes zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Ich habe an unsere Chance geglaubt. Die Weihnachtspause hat uns sehr gutgetan. Wir haben taktisch diszipliniert, einfaches und sicheres Hockey gespielt und waren die bessere Mannschaft.“

Ein früher Rückstand durch Luca Lange brachte Limburg nicht aus dem Konzept. Die Gäste machten die Räume vor dem eigenen Tor konsequent dicht und setzten nach Ballgewinnen immer wieder gezielte Nadelstiche. Ein weiter Pass auf Dominic Böckling führte zum Ausgleich. Wenig später verwandelte Lukas Schmitt einen Siebenmeter eiskalt zur Führung. Darmstadt blieb jedoch gefährlich und glich durch Lars Holland aus. Anton Schütt von Rechtsaußen und Niklas Paul per Strafecke sorgten für den 3:3-Pausenstand.

Die Bedeutung der Partie zeigte sich auch in intensiven Diskussionen und mehreren Zeitstrafen auf beiden Seiten. Im dritten Viertel brachte Kay Tomas den LHC nach schöner Vorarbeit von David Schneider erneut in Führung. Nachdem ein Darmstädter Treffer keine Anerkennung fand, war es besonders wichtig, dass Benedikt Faustmann bei einer Strafecke die Nerven behielt und Limburg mit einer Zwei-Tore-Führung ins Schlussviertel ging.

Doch auch dieses hatte es in sich. Jasper Heiland verkürzte für Darmstadt per Stecher in der 46. Minute. Ein Remis hätte den Gastgebern mehr genutzt, doch Limburg suchte weiter die Entscheidung. Nachdem Anton Schütt zweimal frei vor dem Tor scheiterte, fiel die diese erst in der drittletzten Minute: Max Bommel zog bei einer Eckenvariante überraschend selbst ab und traf zum 6:4. Darmstadt nahm daraufhin Torwart Pete Benz zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Feld, doch Limburg ließ nichts mehr anbrennen und feierte nach dem Schlusspfiff ausgelassen.

Limburg: Jonas, Tomas (1 Tor), Faustmann (1), Böckling (1), David Schneider, Bommel (1), Lukas Schmitt (2), Jelle Mourik, Lars Schmitt, Schütt, Simeon Schneider, Flick.rk

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