TSG Oberbrechen: Weihnachten ist, wenn das Eichbuch geöffnet wird

Die traditionelle Weihnachtsfeier der Fußballer der TSG. Vor allem für alle Neuzugänge immer ein Abend der besonderen Art.

Ein Abend voller Lachen, wilden Spielen und Ritualen. Freitag, 19. Dezember, 18:30 Uhr. Die Türen öffnen sich, und sofort liegt Spannung in der Luft – so, als stünde die Mannschaft vor dem wichtigsten Spiel des Jahres. Spieler und Trainer sind versammelt, jede Minute verspricht Überraschungen, Erinnerungen und ein bisschen Chaos. Heute geht es nicht nur um gutes Essen oder Geschenke, sondern um Rituale, Punkte, Mutproben – kurz: um Ehre, Teamgeist und Geschichten, die noch lange erzählt werden.

Eröffnet wird die Feier von Vincent Metternich, Nicolas „Kalli“ Gebhardt und Paul Schneider. Die Begrüßung ist ausführlich, voller Rückblicke und Anekdoten – so wie man es von unseren TSG-Trainern kennt.

Für die nötige Grundlage sorgt ein Buffet von unserem Partyservice des Vertrauens „FERMAS“ – verlässlich, bodenständig, genau richtig, um auch längere Abende schadlos zu überstehen. Danach folgt der berüchtigte Party-Bilderrückblick 2025. Wild, ungestüm, erinnerungswürdig – exzessive Partys, wilde Aktionen und Szenen, die besser im Festsaal bleiben. Gelächter, Kopfschütteln, vereinzelte „Ach du heilige Sch***“-Momente.

Während vorne gelacht wird, halten Serdar Bucak und Martin Leimpek hinter der Theke die Stellung. Unaufgeregt, konstant, immer anspielbar. Das „flüssige Gold“ läuft, als hätte man kollektiv den Ballbesitz übernommen – niemand geht leer aus. Danke euch!

Vize-Kapitän Pascal Schmitt bleib von einer ehrenvollen Auszeichnung ebenfalls nicht verschont

Dann wird abgestimmt. 15 Kategorien, 15 Pokale. Die Teamabstimmungen sind ein Spiegel der Mannschaft: humorvoll, selbstironisch, respektvoll. Wer als „größtes Mimöschen“ ausgezeichnet wird, nimmt den Pokal mit Haltung – und innerlich erhobenem Kopf. „Bundeskanzler“ Hamudi bereitet unterdessen seine Antrittsrede für die Wintervorbereitung vor.

Vize-Kapitän Pascal Schmitt bleib von einer ehrenvollen Auszeichnung ebenfalls nicht verschont

Der dramaturgische Höhepunkt: die Eichung. Ein Mehr-Runden-Marathon, bei dem die Kandidaten interviewt, geprüft und herausgefordert wurden. Spätestens hier wurde allen Neuen klar, dass Ausdauer nicht nur auf dem Platz zählt. Aufgaben wie das Zerplatzen eines Ballons auf dem Schoß des Mitspielers, Pantomime, motivierende Reden halten oder Lieder singen – alles unter Punktwertung und flankiert von reichlich „Strafgetränken“.

Links die jungen Gallier Stefan Goldobin und Mats Schumacher, rechts geballte Erfahrung mit Viktor Iterman und Gabriel Cuomo

Stefan Goldobin und Mats Schumacher traten als Asterix und Obelix an – kleine Gallier, die sich tapfer durch die Prüfungen kämpften, als wären die Eichspiele ein Heer von Römern. Trainer Viktor Iterman und Gabriel Cuomo gingen als Team „Kalter Krieg“ ins Rennen – ihrem Alter geschuldet, aber mit Humor genommen.

Links die jungen Gallier Stefan Goldobin und Mats Schumacher, rechts geballte Erfahrung mit Viktor Iterman und Gabriel Cuomo

Simon Leimpek hatte keinen festen Partner und durfte sich bei jedem Partnerspiel einen aus der Menge aussuchen – so erwischte es Antoine Grund und Viktor Martin, der am Abend gleich mehrfach mit freudiger Botschaft auf die Vertragsverlängerung von Cheftrainer Viktor Iterman um ein weiteres Jahr verwies. Simon trug während der Spiele das Shirt der SG Taunus, sammelte in einem Jahr wertvolle Erfahrung bei seinem ehemaligen Verein, ist dankbar für diese Zeit – legte das Shirt am Ende der Spiele jedoch endgültig ab und kehrte symbolisch in die Reihen seines Heimat- und Herzensvereins zurück. Mit einer emotionalen Ansprache eroberte er im Sturm die Herzen aller Spieler – sofern er diese nicht schon vorher erobert hatte.

Die tapferen „Eichkinder“ Viktor, Simon, Gabriel, Mats und Stefan haben es geschafft und stimmen zum Abschluss des offiziellen Teils gemeinsam ein echtes Original an.

Simon Leimpek (rechts) hier noch in den Farben der SG Taunus – später lag er das Trikot dann endgültig.

Der anschließende Eintrag ins Eichbuch ist eine große Ehre in den Reihen der TSG-Fußballer und besiegelt endgültig die Zugehörigkeit zur Mannschaft auf Lebzeit. Wer hier steht, gehört nicht nur offiziell zur Mannschaft – er ist Teil einer Einheit, die auf dem Platz zusammenhält und abseits des Rasens als Freunde durch den Alltag geht. Diese Weihnachtsfeier zeigte einmal mehr: Zusammenhalt bei der TSG Oberbrechen endet nicht am Sportplatzeingang, sondern lebt in jeder Geste, jedem Lachen und jeder gemeinsamen Erinnerung.

Simon Leimpek (rechts) hier noch in den Farben der SG Taunus – später lag er das Trikot dann endgültig.

Der Abend klingt aus, Gespräche werden länger, Geschichten runder, und irgendwann übernimmt der Morgen das Kommando. „Keine Auswechslung, kein Schiedsrichter der das „Spiel“ beendet – nur Teamgeist pur.“

 

  • von Sascha Lanzel

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