RSV Würges – SV 1911 Elz 2:0 (2:0) – Elz in der Anfangsviertelstunde optisch überlegen, aber ohne einen gefährlichen Abschluss. Nach einer Halbchance zwei Minuten zuvor durch Nico Brands war dann die Führung fällig: Chakil Aaki zentral passte links auf Nico Brands, Hereingabe und Alen Nukovic musste nur noch im Fünfmeterraum vollstrecken (16.). Der zweite Treffer fiel aus den Nichts, war aber trotzdem sehr sehenswert: Zubair-Ud Din setzte halbrechts zum Flankenwechsel an, der Ball fiel dann fast als Bogenlampe aber über den Keeper an den zweiten Pfosten in den Kasten, wobei der Keeper hierbei eine etwas unglückliche Figur machte (32.). Ohne jeden weiteren Abschluss – vor allem dann auch nicht durch den Gast in der Bringschuld -, ging es gegen jedwede Würgeser Gewohnheit und Effizienz nach anderthalb gefährlichen Abschlüssen mit 2:0 in die Kabinen.
Elz machte direkt nach Wiederbeginn ordentlich Dampf, aber ohne erneut wirklich gefährlich zu sein, aber hätte mit etwas Glück – Hereingabe flach von rechts – fast den Anschluss erzielt, aber Taiwo Adejemi und die Würgeser Abwehr klärten in höchster Not auf der Linie (47). Würges seinerseits nur zweimal mit Entlastung: Chakil Aaki mit langer Freistoßflanke auf den zweiten Pfosten, Kopfballverlängerung durch einen Gästeakteur, Keeper Leon Schmitt so gerade noch zur Ecke (59.) Kurz danach erlief Silas Diehl für den RSV einen zu kurz getretenen Abschlag, konnte aber nicht verwerten und wurde im letzten Moment gestört (60). Der eingewechselte Würgeser Daniel Pickhardt musste bei einer Rettungsaktion noch für die zweiten gefährlichen Abschluss der Elzer herhalten, als er nur knapp dann zur Ecke am eigenen Tor den Ball vorbei schlug (83).
Obwohl der RSV auf seine Mitteefeldmotoren Hecht und Breunig verzichten musste, ließ man auch in der optischen Druckphase des Gastes von Minute 45 bis 70 letztlich wenig bis gar nichts zu, ab Minute 75 gelangen auch mehr und mehr wieder Entlastungsangriffe. Der Gast fand nie wirklich in die Partie, ferner spielte die Halbzeitführung den Würgesern in die Karten. Auch die lange Nachspielzeit des stets souverän leitenden Schiedsrichtern half dem Gast nicht mehr.
Kampf und Einstellung stimmten jederzeit beim Gastgeber, freilich konnte man heute keine spielerischen Highlights erwarten, wenn der Letzte gegen den Vorletzten antritt. Und kann auch nicht in den nächsten Partien davon ausgehen, dass ein Kontrahent so wenig Torgefahr heraufbeschwört wie heute der SV Elz.
Endlich aber dann wieder ein Dreier für die Einheimischen, nachdem man seit dem Wechsel auf der Trainerbank zwar deutlich stabiler agiert, aber zu viele Unentschieden dabei hatte. Wichtig für die Endabrechnung kann noch werden, dass man bei möglicher Punktgleichheit am Saisonende den direkten Vergleich gegen Elz gewonnen hat. Ohne den Dreier heute hätte man bei sechs Punkten Rückstand sonst schon fast abreißen lassen müssen.
RSV Würges: Adejemi – Klippel, Jona Perner, Stahl, Aaki – Schäfer, Din, Urban, Brands – Silas Diehl, Nukovic. (Pickhardt, Potthoff, Schauß, Oleh Stasiuk, Grund, Vasyl Stasiuk, Ben Diehl/ETW.)
SV 1911 Elz: Schmitt – Dzananovic, Schafferhans, Neis, Zimmer, Schenk, Nguyen, Ahmet Emir Cigci, Jraghatspanyan, Göller, Bouillon. (Scharbach, Alkan, Eisinger, Simon, Nettesheim, Müller, Mevlüt Cigci, Schüren/ETW.).
Tore: 1:0 Alen Nukovic (16.), 2:0 Zubair-Ud Din (32.).
SR: Wolfgang Geipel (TuS Nordenstadt) – Zuschauer: 50.
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von Ingo Rum – RSV Würges
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