Beim abschließenden Teil 3 unserer Betrachtung der Kreisoberliga vor dem Re-Start nach der Winterpause am kommenden Wochenende mit den Nachholspielen, schauen wir auf die Mannschaften in der unteren Tabellenregion. Und da ist das letzte Wort bzw. der letzte Ball in dieser Spielklasse in Sachen Klassenerhalt noch lange nicht gespielt. Denn, so ist es derzeit aufgrund der Situation in der Gruppenliga vorhersehbar, steigt nur das Team auf dem letzten Platz ab und der Vorletzte geht in die Relegation. Also, kommt es am Ende der Saison zum Showdown? Schaun mer mal.
Also heute im Teil 3 die Plätze Zwölf bis Sechzehn.
KREISOBERLIGA LIMBURG/WEiILBURG
Auf Platz 12 der Tabelle in der Kreisoberliga steht derzeit der RSV Weyer. „Nur“ 6mal konnte die Mannschaft von Hans Mattersberger, bei 17 gespielten Partien, das Feld als Sieger verlassen. Somit blieb man gleich 11mal komplett ohne Punktgewinn, denn ein Unentschieden steht nicht zu Buche, dafür aber die zweitschlechteste Abwehrreihe mit 71 Gegentreffern. Im Sturm sieht es etwas besser aus, denn da hat man die meisten Treffer der letzten 5 Teams erzielt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, denn man muss trotz derzeit 9 Punkten Vorsprung auf den möglichen Abstiegsplatz, immer mit einem Auge nach hinten schauen. Am kommenden Sonntag könnte man nachlegen, denn im Nachholspiel empfängt der RSV den TuS Dietkirchen II, den Tabellensechsten mit Ambitionen nach oben. Eine Herkulesaufgabe also, die dem Team aus Weyer bestimmt Kopfzerbrechen bereitet, denn auch von den 4 gespielten Testspielen in der Vorbereitung, konnte man keine Partie gewinnen und kassierte im Schnitt vier Gegentreffer. Man darf gespannt sein, wann der RSV Weyer im Laufe der Saison in sicheres Fahrwasser einbiegt. Das dies relativ schnell gelingen wird, ist man sich auf Seiten des RSV sicher, denn es kehren nicht nur Langzeitverletzte Spieler in den Kader zurück, sondern auch 4 Neuzugänge. Diese sind: Jannis Blom (TuS Kubach), Sandu Moineagu (FC Lahnstein), Zain Choudhry (RSV Würges) und Maurice Böhmig (TSV Ebertsheim).
Auf dem ersten, direkten Abstiegsplatz (derzeit), steht die SG Niedershausen/Obershausen, die zwar mit einer außerordentlich guten Defensive hervorsticht, aber im Sturm den zweitschlechtesten Wert aller Teams in der KOL vorweist. Daher muss man gehörig aufpassen, dass der Vorsprung von 6 Punkten (wenn man von 2 Absteigern ausgeht) nicht schneller schmilzt als man denkt, denn der Winter ist vorbei. Das Team aus dem Kallenbachtal hat noch eine Woche mehr Zeit zum Regenerieren, denn man steigt erst am 08.03.2026 wieder in das Spielgeschehen ein und reist zum schweren Auswärtsspiel bei der SG Heringen/ Mensfelden. Witterungsbedingt konnte man in der Vorbereitung bisher nur 2mal testen, aber gewann dabei beim starken A-Ligisten, SG Niedertiefenbach/Dehrn mit 1:0 durch eine Treffer von Moritz Zipp, der nach Verletzung wieder eine weitere Alternative in der Offensive ist und dies gleich gezeigt hat. Auch im Umfeld des Vereins ist man sich des Klassenerhalts aufgrund des außerordentlich guten Zusammenhalts im Team sicher. Nicht mehr zum Kader gehören wird Lukas Gröger, der als Spieletrainer zur FSG Runkel/Schadeck gewechselt ist.
Ganz eng könnte es auch für den SV 1911 Elz werden, der als Drittletzter nur 5 Punkte hinter den möglichen Abstiegsplätzen steht. Natürlich hatte man sich bei den Elzern auch mehr ausgerechnet, denn vor der Saison hat man mit Eigengewächsen und Rückkehrern einen guten Weg eingeschlagen. Doch großes Verletzungspech machte vor dem Team aus Elz keinen Halt und sorgte dafür, dass man „nur“ 4mal den Platz als Sieger verlassen konnte. Auch wenn in den Testspielen zur Vorbereitung auf den „Re-Start“ noch nicht alles Gold war, was glänzte, ist man auf Seiten des Kreisoberligisten sicher, schnell den Klassenerhalt klar zu machen. Denn ein Großteil der verletzten Spieler wird sicherlich wieder in den Kader zurück kehren und mit Marvin Nguyen (FC Dorndorf) und Ahmet Cigci (SC Offheim) konnte man sich 2 Spieler mit Erfahrung aus KOL und Gruppenliga angeln. Die braucht man auch mit allen Tugenden, denn der Auftakt in die restlichen Spiele der laufenden Saison hat es in sich. Zu Gast am 08.03.2026 in Elz: Der Tabellenführer, SG Oberlahn.
Bleiben noch 2 Vereine übrig und diese betrachten wir abschließend auch zusammen. Punktgleich am Tabellenende, mit der gleichen Punktzahl (9) und einer ähnlich schrecklichen Bilanz, zwei absolute Traditionsvereine aus dem heimischen Fußballkreis: Der RSV Würges (Vorletzter) und der FCA Niederbrechen, oder 1 Sieg gegenüber 2 Siege. Zusätzlich könnte man sagen, der RSV mit leichten Vorteilen, da noch eine Partie in der Hinterhand. Aber der Gegner am kommenden Sonntag, 01. März 2026 ist kein geringerer als der aktuelle Tabellenführer, die SG Oberlahn. Sicherlich gibt es leichtere Aufgaben, aber was hat man im Fußball gerade nach einer längeren Pause schon so alles erlebt. Der FCA, der leider im letzten Spiel vor der Winterpause zu Hause gegen die SG Niedershausen/Obershausen beim Unentschieden keinen Boden gut machen konnte, empfängt nächste Woche am 08. März 2026 den TuS Dietkirchen II, auch keine leichte Aufgabe. Obwohl am Ende ein Team „ins Gras beißen“ wird, gibt man sich in beiden Lagern durchaus positiv in Sachen Klassenerhalt. Bei beiden Mannschaften kehren Langzeitverletzte zurück in den jeweiligen Kader und auch Neuzugänge könnten eine Rolle spielen. In „Werjes“ setzt man auf die Winterzugänge Christian Kucun (Barisspor Idstein) und Oleh Stasiuk (FSG Bad Camberg/Dombach), beim FCA auf Philipp Reichwein von der SG Taunus. Bis zum Ende der laufenden Saison wird man beobachten können, ob es bei diesem 2er Showdown bleibt, oder ob sich noch ein weiteres Team in den dunklen Keller wagt.