In den letzten beiden Wochen haben wir bereits auf die Verbandsliga Mitte und die Gruppenliga Wiesbaden geschaut, was sich so tut vor dem „Re-Start“ nach der Winterpause.
Sachen gibt`s. Was wir da gar nicht berücksichtigt haben – da hat doch dieser weiße Fiesling mit „W“ tatsächlich noch einmal zugeschlagen und dann auch noch im Monat Januar, wo keiner damit rechnen konnte. Dinger gibt´s, die gibt es gar nicht. Schnee im Winter, so etwas hat man aber auch noch nicht erlebt.
Nee, mal Spaß beiseite. Der erneute Wintereinbruch hat die Vorbereitung der heimischen Fußball-Teams echt durcheinander geworfen. Trainingsausfälle, Testspiel-Ausfälle, es ist ein ständiges hin und her, aber, wenn man sich so hier und da mal umhört, sind eigentlich alle „gut druff“.
Sachen gibt`s. Rutschig ist es derzeit auch in der „Beletage“ des deutschen Fußballs, der Bundesliga. Ausgerutscht ist bereits vor ein paar Tagen Dino Toppmöller bei den Adlerträgern und jetzt hat es Horst Steffen beim SV Werder Bremen erwischt. Steffen hatte den Club von der Weser bekanntermaßen erst letzten Sommer übernommen. Es ist jener Steffen, der erst kurz vorher den Zweitligisten SV Elversberg fast in die Bundesliga geführt hat, aber kurz vor dem großen Erfolg in der Relegation gescheitert ist.
Derzeit steht der SV Elversberg übrigens auf Platz 2 der Tabelle, mit Tendenz nach oben.
Sachen gibt`s. Fündig geworden ist man auch am Main. Albert Riera heißt der neue Mann bei den Hessen. Überall bekannt dieser Mann, der immerhin im Zeitraum 2007 – 2009 16 Spiele für die spanische Nationalmannschaft gemacht und dabei 4 Tore erzielt hat. Am 1. Februar stand er noch als Cheftrainer an der Seitenlinie des slowenischen Tabellenführers NK Celje. Diesen verlässt er nun für ein sicher sehr lukratives Angebot in Richtung „Äppelwoi und Handkäs“. Man darf gespannt sein, was sich da am Main entwickelt.
Um jetzt auf unseren Ausgangspunkt zurück zu kommen. Aus der Kreisoberliga gibt es nichts „Spektakuläres“ zu vermelden, es war mehr oder weniger eine ruhige Phase in der Winterpause, die sogenannte Ruhe vor dem Sturm, denn für einige Teams beginnt ab März die „Heiße Phase“ in Richtung Meisterschaft, Aufstieg, Relegation, Sicheres Mittelfeld, Klassenerhalt bzw. die bittere Pille Abstieg.
Wir schauen mal in 3 Teilen darauf, welche Mannschaften für welche Phase in der Rest-Rückrunde in Frage kommen könnten. Heute im Teil 1 die Plätze Eins bis Sechs.
KREISOBERLIGA LIMBURG/WEiILBURG
Schon zu Beginn der laufenden Runde stand der Favorit für die Meisterschaft und den Aufstieg in die Gruppenliga fest: SG Oberlahn. Und so wie es derzeit aussieht, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn das Team um Spielertrainer Marian Dillmann nicht wie auch jetzt zur Winterpause am Ende an der Spitze steht. Zu dominant das Auftreten des Spitzenreiters, der bislang nur eine Partie in der laufenden Saison verloren hat, 2:3 bei der TSG Oberbrechen im August 2025. 42 Punkte und ein Torverhältnis von +65 sprechen Bände. 88 erzielte Treffer bedeuten nicht nur „Liga-Bestwert“, sondern auch ein Schnitt von 5,17 Treffer pro Spiel und 30 mehr geschossenen Tore als der Zweitplatzierte. Ein Wahnsinn. Und hat man dann auch noch die „zweit-wenigsten Gegentreffer kassiert, macht das unter dem Strich verdientermaßen Platz 1 in der Tabelle. Vor der Winterpause hatte die SGO beide Verfolger vor der Brust und konnte 4 Punkte holen. Den „Dreier“ zu Hause beim 3:2 Erfolg gegen den direkten Verfolger, die SG Villmar/Arfurt/Aumenau und nur eine Woche später musste man sich im weiteren Spitzenspiel gegen die TSG Oberbrechen, ebenfalls zu Hause, mit einem 1:1 Unentschieden begnügen. Nach der Niederlage im Hinspiel also so eine „Art Angstgegner“. Das Testspiel Ende Januar beim TV 1844 Idstein gewann man mit 4:2 und fühlt sich gut gerüstet für den „Re-Start“ nach der Winterpause. Da steht man gleich am 1. März 2026 vor einer sehr undankbaren Aufgabe und muss beim Tabellenvorletzten, dem RSV Würges ran. Hier wäre natürlich alles andere als ein Sieg eine faustdicke Überraschung, würde aber am Höhenflug und „Durchmarsch“ der SGO sicherlich nichts ändern.
Einen sauberen Endspurt vor dem Jahreswechsel hat auch der Tabellenzweite, die SG Villmar/Arfurt/ Aumenau hingelegt. Aus den letzten 6 Ligaspielen vor der Pause konnte man satte 15 Punkte einfahren, lediglich beim Spitzenreiter musste man sich mit 2:3 geschlagen geben. Nach dem Verzicht auf den Aufstieg im letzten Jahr, legt die SG VAA wieder eine saubere Saison hin und hat noch kein Unentschieden erzielt. Entweder „Alles oder Nichts“ könnte man da sagen bei 13 Siegen und 5 Niederlagen bei 18 Partien. Das Teller-Team hat noch eine Woche länger Zeit, um sich auf die „Rest-Rückrunde“ vorzubereiten und muss dann –was ein Zufall – auch beim RSV Würges ran. Kann der RSV somit das Zünglein an der Waage sein, um den weiteren Verlauf der Saison auf den Kopf zu stellen? Schaun mer mal.
Und da kommen wir doch gleich auf unsere Einleitung zurück: Sachen gibt`s.
Denn hinter den beiden Erstplatzierten lauern gleich 4 Teams, die am 01. März 2026 noch ein Nachholspiel bestreiten müssen und oben ordentlich für Bewegung sorgen könnten. Das ist auf Platz 3 der Tabelle in der KOL: Die SG Selters/Erbach, die mehr oder weniger ohne große Personalveränderung vor der Saison wieder einmal eine klasse Runde spielt. Die zweitmeisten der erzielten Treffer in der gesamten Liga sprechen eine Sprache für sich. Auswärts gab es mit einem 0:7 nur bei Spitzenreiter SG Oberlahn einen auf die Mütze, sonst holte man auf fremden Platz 5 Siege und ein Unentschieden. Zu Hause musste man hingegen „schon“ 2mal den Dreier abgeben, unter anderem gegen den Gegner am 01. März 2026, den SV Mengerskirchen. Der Gastgeber spielt im Vergleich eher eine schwierige Saison, aber dennoch müssen die Wassermänner aufpassen und sich die Tabellensituation vor dem Spiel noch einmal genau anschauen: Ein Sieg im Westerwald und man wäre punktgleich mit dem Tabellenzweiten, eine Niederlage auf fremden Geläuf, welche die SG S/E keinesfalls aus der Bahn werfen würde, man müsste auf den Verfolger aus Oberbrechen schauen, der ebenfalls an diesem, möglicherweise „denkwürdigen“ 01. März 2026 ran muss.
Und die TSG Oberbrechen, Sachen gibt´s, muss dann zu Hause gegen die Union D/K/N/O ran, die dieses Spiel auch als Nachholpartie bezeichnen darf und somit die Runde fast komplettiert. Die Mannschaft von Viktor Itermann, in dieser Saison nicht nur der bisher einzige „Königskiller“ sonder gänzlich ohne Niederlage gegen den Spitzenreiter muss aber gegen die Union auf der Hut sein, denn beim 2:0 Sieg im Hinspiel hatte man mehr Mühe als erwartet und am Ende der Partie wäre man auf Gästeseite sogar mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Natürlich blickt die TSG berechtigterweise ganz nach oben, was die derzeitige Tabellensituation auch hergibt. Es wird so oder so ein Kopf-an-Kopf Rennen um die Plätze 2 bis 5 geben. Spätestens am Ende des Spieltages des 15.03.2026 wird man bei der TSG wissen, welchen Verlauf die weitere Saison nehmen könnte, denn dann ist die Itermann-Elf zu Gast bei der SG Villmar/Arfurt/ Aumenau.
Eine Wundertüte bleibt nach wie vor die vor der Saison neu gegründete Union Dauborn/Kirberg/ Neesbach/ Ohren, die allein beim Blick auf das Torverhältnis das eine oder andere Rätsel aufgibt. 17 Spiele hat das Team von Walter Reitz absolviert und dabei „nur“ 27 eigenen Treffer erzielt. Weniger haben nur die SG Niedershausen/Obershausen (26, auf Platz 13) und der RSV Würges (15, Platz 15). Dass es dennoch für Platz 5 reicht, drückt der Wert der kassierten Treffer aus. Hier hat man mit 19 Gegentreffer den Liga-Bestwert zu vermelden. Eine tolle Bilanz, wenn man bedenkt, das 9 Gegentore aus 2 Spielen resultieren. Wahnsinn, aber wehe, wenn ich nach vorne sehe. Dennoch eine sehr erfreuliche Saison bisher bei den Kornbrennern. Einen Lauf zwischendurch mit sieben ungeschlagenen Partien, davon 6 Siege, endete mit der bitteren Derby-Niederlage zu Hause gegen die SG Heringen/Mensfelden. Danach folgten aber einige Ups and Downs, was aber mit dem 2:0 Heimsieg gegen den SV 1911 Elz vor der Winterpause versöhnlich endete. Man blickt positiv in den Rest der Saison und strebt auf jeden Fall einen Platz unter den „Top-Five“ an, wobei man aber die Wörter Aufstieg oder Relegation nicht in den Mund nimmt.
Durchaus noch mit Ambitionen nach ganz oben, steht der TuS Dietkirchen II auf Platz 6 der Tabelle der KOL und hat ebenfalls noch das Nachholspiel am 01. März 2026 in der Hinterhand. Beim schwächelnden RSV Weyer steht man da vor einer vermeintlich leichten Aufgabe und kann bei einem Sieg und Patzer der Konkurrenz auf Platz 5 klettern. Ob für die Verbandsliga-Reserve im weiteren Verlauf noch der ganz große Sprung möglich ist, bleibt abzuwarten. Dazu müsste man eine gewisse „Ergebnis-Stabilität vorweisen können, denn nach einem sauberen 4:0 zu Hause gegen Top-Favorit TSG Oberbrechen folgte nur eine Woche später ein ernüchterndes 1:3 gegen den SV 1911 Elz. Aber auch hier werden wir den weiteren Verlauf der Saison genau unter die Lupe nehmen.
Denn eins ist in dieser verrückten KOL-Saison klar: Nichts ist so beständig wie die Veränderung oder Sachen gibt`s!!
Viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende wünscht
Euer Team von sport11.info
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