sport11 präsentiert zum Re-Start die Vorschau zur Verbandsliga Gruppe Mitte mit Geschichten, Träumereien und Kuriositäten

Ende Februar/Anfang März startet die Verbandsliga Gruppe Mitte in die „Rest-Rückrunde“ und es wird spannend, allen voran für unsere heimischen Teams. Da geht es oben für den SV Rot-Weiß Hadamar definitiv noch um den Aufstieg in die Hessenliga und selbst der FC Waldbrunn auf Platz 6 der Tabelle liegend, kann noch an die vorderen Plätze andocken. Wir kommen später darauf zurück.

Für die beiden anderen Vertreter aus dem heimischen Raum geht es aber um den Klassenerhalt, wobei der TuS Dietkirchen da eindeutig die besseren Karten hat. Dort hat sich auch personell etwas getan.

Wir blicken noch darauf. Beim VfR 07 Limburg ist es so, wie vor der Saison befürchtet: Als Aufsteiger muss man sich erst einmal frei strampeln. Satte 10 Punkte beträgt der Rückstand auf den derzeit ausgewiesenen, ersten Nichtabstiegsplatz in der Tabelle der Verbandsliga Gruppe Mitte. Auf diesen haben die „Dickerischer“ nur 4 Punkte Rückstand, bei einem Spiel weniger.

Veränderungen innerhalb einer Fußballmannschaft gibt es „im Großen wie im Kleinen“, wie man es auch derzeit in der „Belle Etage“ des Deutschen Fußballs erlebt. Am Ende ist dann meist der Trainer die „arme Sau“, der am Ende für die Unzulänglichkeiten seiner Mannschaft gerade stehen muss.

Aber er steht, bis auf ein paar Ausnahmen in den unteren Ligen, gar nicht auf dem Platz und muss sich für die Leistung seiner Spieler rechtfertigen. Geht man mal davon aus, dass jeder Trainer einen bestmöglichen Job macht, sorgt dann die einfache Lösung der Trainerentlassung allenthalben für große Verwunderung.

Jetzt so geschehen beim höchsten hessischen Vertreter in der Fußball-Bundesliga, der Eintracht aus Frankfurt. Dino Topmöller wurde entlassen, getreu dem Motto: „Vorne hui, hinten Pfui“. Die Adlerträger haben zwar nach dem FC Bayern die zweitmeisten Tore erzielt, aber hinten die Meisten kassiert. Ein Schelm, der dabei an ein Torwart-Problem bei den Hessen denkt. Aber es ist schon ein hin und her mit Kaua Santos      

und Zetterer im Tor der Eintracht. Vereinslegende Kevin Trapp verließ den Verein bekanntermaßen vor dieser Saison Richtung Paris und steht dort beim Erstligisten Paris FC unter Vertrag. Nun sollen es als Übergangslösung Frankfurts U21-Coach Dennis Schmitt und Einer der weiß, wo das Tor steht, Alex Meier, richten. Aber wie eingangs schon gesagt: Tore schießen können sie in der Bankenmetropole am Main, aber hinten muss es wieder sicherer werden. Als klarer Favorit bei den Hessen für den Cheftrainer-Posten wird übrigens Marco Rose gehandelt. Schaun mer mal, ruft der Fußball-Kaiser von oben herunter, womit wir gleich bei der anderen Möglichkeit der Trainerlösung angekommen sind.

Denn die „Neuverpflichtung“ eines so genannten „Wundermanns“, wobei man nicht weiß ob Rose dieses Prädikat besitzt, ist nicht immer die beste Lösung. Dies zeigte vor gar nicht allzu langer Zeit der FC Bayern München, das Aushängeschild des Deutschen Fußballs (wird zumindest so kommuniziert) als Thomas Tuchel das Ruder am Weißwurstäquator übernahm. Bekanntermaßen ging das fast total in die Hose. Zum Glück verhalf ihm seine alte Mannschaft aus dem Ruhrpott am letzten Spieltag der Saison 22/23 noch zur Meisterschaft. Der BVB kam zu Hause nicht über ein Unentschieden gegen den FSV Mainz 05 hinaus und die Bayern gewannen ihr Spiel beim 1. FC Köln mit 2:1. Siegtorschütze damals: Jamal Musiala, der nun am letzten Wochenende nach einer langen Verletzungspause sein Comeback feiern konnte.

Jetzt – und auch das ist das Schöne an des Deutschen liebster Freizeitbeschäftigung, sieht man an den jüngsten Erfolgen des FC Bayern, dass eine vorher gehandelte „Notlösung“ zum „Top-Mann“ auf der Trainerbank heranreift. Einen Vergleich mit Pep Guardiola lehnt der 39-jährige Belgier Vincent Kompany vehement ab. Er hat seinen eigenen Stil und das ist gut so, denn nur wer seinen Weg geht, kann es zu etwas bringen. Manchmal ist zwar ein Rat von Älteren oder von Außen ratsam, aber bitte nur in Maßen.

Warum beschreiben wir das o.a. Szenario so ausführlich. Ganz einfach, weil es auch bei einem heimischen Vertreter zu einer Trainer-Entlassung gekommen ist, hier aber nun ein „alter“ Bekannter an der Seitlinie seine Ideen und Wünsche umsetzen will.   

Die noch „fußballfreie“ Zeit im Amateurbereich wollen wir nutzen, euch mit den uns vorliegenden Informationen auf den aktuellen Stand zu bringen.

Den Beginn macht die Verbandsliga Gruppe Mitte mit gleich 4 Vertretern aus unserem Fußballkreis.

Viel Spaß beim Lesen und eine verletzungsfreie Vorbereitung wünscht das Team von sport11.info

VERBANDSLIGA GRUPPE MITTE

Beginnen wir mit dem SV Rot-Weiß Hadamar, derzeit auf Platz 3 der Tabelle, satte 7 Punkte hinter Tabellenführer TuS Hornau, aber nur 2 Punkte hinter dem Tabellenzweiten Türkischer SV Wiesbaden, der aber noch ein Spiel weniger auf der Habenseite hat. Dieser Platz würde stand heute für die Teilnahme an der Relegation zur Hessenliga berechtigen. Das war vor der Saison auch das große Ziel der Mannschaft aus der Fürstenstadt, doch nach 5 Spieltagen herrschte Ernüchterung im Lager des SV Rot-Weiß, denn man hatte nicht nur die Derbys gegen den FC Waldbrunn und den TuS Dietkirchen verloren, sondern hatte nur 4 Punkte anstelle von möglichen 15 eingefahren. Erst mit einem wahren Endspurt Richtung Winterpause, konnte man Boden gut machen und sich nach vorne arbeiten. Aus den letzten 7 Ligaspielen holte man 5 Siege, ein Unentschieden und musste sich nur der SF/BG Marburg zu Hause geschlagen geben. Unnötige Punktverluste wie auch beim 3:3 auswärts in Dotzheim, wo man gegen den Türkischen SV Wiesbaden zweimal in Führung lag, am Ende aber nur einen Punkt einfahren konnte. Im Viertelfinale des Kreispokals reist man am 04. März zu Kreisoberligist SV Mengerskirchen, wo man den Einzug in das Halbfinale eigentlich klar machen sollte. Hier würde man dann am 15. April zu Hause auf Ligakonkurrent FC Waldbrunn treffen, den man zum Jahresabschluss 2025 mit 6:0 auf die Heimreise geschickt hat. Das wird ein Hammer-Duell!! Denn beeindruckend ist auch das Torverhältnis der Fürstenstädter: 60:23. Das bedeutet in der Liga, die meisten Treffer erzielt und die zweitwenigsten kassiert. Läuft! Der Spielertrainer der Hadamarer, Maurice Burkhardt, hat das große Ziel „Hessenliga“ deshalb trotz der „Ups and Downs“ in der laufenden Runde noch nicht aus den Augen verloren, hält aber eher Platz zwei und die Relegation für ein realistisches Ziel. Neu im Team nach der Winterpause sind Jamal Kilic von Oberligist Eisbachtaler Sportfreunde und Rückkehrer David Sumak. Erhalten bleibt auch Enis Halimi, bei Manuel Dursun steht die Entscheidung noch aus. Trainingsbeginn war am 19. Januar. Für die Vorbereitung sind folgende Spiele geplant, bei denen einige Hochkaräter warten: Sonntag, 1. Februar, 14.30 Uhr, gegen den SV Gonsenheim (in Niederhadamar), Mittwoch, 4. Februar, 19.30 Uhr, gegen den FSV Fernwald (in Niederhadamar), Sonntag, 8. Februar, 14 Uhr, beim SKV Rot-Weiß Darmstadt (KR DA-Heimstättensiedlg, Winkelschneise 9), Samstag, 14. Februar, 15 Uhr, beim VfB 1905 Marburg KR Marburg, Leopold-Lucas-Straße), Samstag, 21. Februar, 14 Uhr, beim FV Engers 07 (Stadion am Wasserturm, Engers). Zum Ligastart muss das Burkhardt-Team dann am 01. März zum SV Zeilsheim, wo man nach der Saisoneröffnungs-Niederlage noch eine Rechnung offen hat.          

Der nächste Blick geht dann zum FC Waldbrunn, einem weiteren schon lange etablierten Team, einem wahren Dauerbrenner in der Verbandsliga Mitte, der auch mal wie zuletzt passiert, eine 0:6 Klatsche bei Ligakonkurrent SV Rot-Weiß Hadamar zum Abschluss vor der Winterpause verdauen kann. Grundsätzlich ist das Ziel der Westerwälder vor jeder Saison: „Das bestmögliche erreichen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben“. Das gelingt dem Team des Trainer Duos Stefan Rücker und Daniel Erbse in jeder Spielzeit in beeindruckender Weise. Beide Trainer haben schon für eine weitere Saison zugesagt. Für Kontinuität ist also gesorgt im Westerwald. Derzeit ist man auf Platz 6, punktgliech mit dem FC Ederbergland auf Platz 7 bei 30 Zählern angelangt. Ob der Punkterekord aus der letzten Saison (59) noch einmal verbessert werden kann? Auch hier: Schaun mer mal. Denn auch beim FCW ging es ergebnistechnisch hin und her. Gala-Auftritte zu Hause, wie das 5:2 gegen den Türkischen SV Wiesbaden, das 4:0 im Derby gegen den VfR 07 Limburg oder ein grandioses 5:0 gegen die SG Walluf, man dachte schon an Größeres, standen dann aber auch Ergebnisse wie das 0:3 beim TuS Dietkirchen, das 1:1 bei Abstiegskandidat FC Germ. Okriftel oder die bittere Heimpleite gegen die SF/BG Marburg Mitte Oktober. Doch die Westerwälder blicken mit viel Optimismus auf den „Re-Start nach der Winterpause. Sie wollen ein „alter Hase“ in der Verbandsliga bleiben, man weiß wo man herkommt und fühlt sich wohl in dieser Rolle. Auch der FCW ist bereits in die Vorbereitung gestartet und hat sich für seine Testspiele auch ein paar dicke Brocken heraus gesucht: Sonntag, 1. Februar, 15 Uhr, bei der SG Hundsangen (KR Hundsangen, Am Buch), Samstag, 7. Februar, 15 Uhr, beim SV Elz (KR Elz, Am Sportplatz 10), Sonntag, 8. Februar, 15 Uhr, bei der SG Villmar/Arfurt/Aumenau (KR Villmar-Aumenau), Samstag, 21. Februar, 15 Uh, gegen die Eisbachtaler Sportfreunde (KR Ellar, Am Oberholz). Zum Ligastart empfängt man am 01. März zu Hause den Aufsteiger TSF Heuchelheim. Da wird man gleich mit ein wenig Wut im Bauch startet, da man das Hinspiel zum Saisonstart mit 0:1 in den Sand gesetzt hatte. Am 15. April wartet dann im Halbfinale des Kreispokals wahrscheinlich Ligakonkurrent SV Rot-Weiß Hadamar, wenn dieser sich beim Kreisoberligisten SV Mengerskirchen durchsetzen sollte. Treffpunkt wäre dann an der dicken Eiche in Niederhadamar.

Weiter machen wir mit der Elf vom Reckenforst, dem TuS Dietkirchen. Die „Nach-Dempewolf-Saison „ bei der Elf vom Reckenforst begann sehr verheißungsvoll. Stefan Simon, ein ehemaliger Zweitligaspieler mit Profi-Erfahrung sollte es nun richten. Zusammen mit seinem Co-Trainer Joachim Wagner, sollte es wieder nach oben gehen, vielleicht ganz nach vorne. Der Start nahezu perfekt. Gleich 3 Heimspiele in Folge brachten sieben Punkte. 1:1 gegen Mitfavorit FV Biebrich 02, ein 2:1 Derby-Sieg gegen den SV Rot-Weiß Hadamar und dann sogar ein 7:0 gegen Germania Okriftel. Doch dann ging es los, das Auf und Ab. Es folgten 4 Niederlagen in Folge in der Liga, zwischendurch das Ausscheiden im Kreispokal zu Hause gegen den Nachbarn und Ligakonkurrent VfR 07 Limburg im Elfmeterschießen. Der November hatte es dann in sich. Gegen Aufsteiger TSF Heuchelheim kassierte man zu Hause nach einer 4:1 Führung innerhalb von nur 5 Minuten den 4:4 Ausgleich, um sich dann am Ende noch mit 6:4 durchsetzen zu können. Ein Wahnsinn. Aber nur eine Woche später brachte die 2:7 Klatsche beim SV Wiesbaden 1899 das Faß zum Überlaufen. Stefan Simon und sein Co haben danach hingeworfen und für das letzte Spiel traten Kapitän Dennis Leukel und Führungsspieler Kevin Kratz an deren Stelle. Leider verlor man beim Tabellenfünften FV Biebrich 02 nach 1:0 Pausenführung und gutem Spiel noch mit 1:2. Überwintert hat man daher auf Tabellenplatz 14, aber nur mit 3 Punkten Rückstand auf den derzeit ausgewiesenen Relegationsplatz, bei einem Spiel weniger. Da geht noch was am Reckenforst, denn noch im alten Jahr präsentierte man einen neuen Mann, der den Freunden des heimischen Fußballs sehr bekannt sein dürfte: Marco Reifenscheidt. Er war 7 Jahre Jahre, im Zeitraum 2016 bis 2023 Trainer der Eisbachtaler Sportfreunde in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar sowie in der Rheinlandliga. Neuer Co-Trainer an der Seite Reifenscheidts wird Dennis Leukel. Auch „Dickerisch“ ist bereits in die Vorbereitung gestartet und hat sich auch ein paar namhafte Gegner für die anstehenden Testspiele ausgesucht: Samstag, 31. Januar, 13 Uhr, beim SV Darmstadt 98 U21 (KR1 DA, NLZ Kastanienallee), Samstag, 7. Februar, 14.30 Uhr, gegen den FC Neu-Anspach (KR Limburg-Dietkirchen), Mittwoch, 11. Februar, 19.30 Uhr, gegen den FC Borussia Niederroßbach (KR Limburg-Dietkirchen), Samstag, 14. Februar, 14 Uhr, gegen den FSV Braunfels (KR Limburg-Dietkirchen), Sonntag, 22. Februar, 15 Uhr, gegen den SV Wallrabenstein (KR Limburg-Dietkirchen). Und bereits am 28. Februar startet die Elf vom Reckenforst wieder in den Ligabetrieb und hat dann gleich mit dem TSV Steinbach Haiger II ein ganz dickes Brett zu bohren.

Bleibt „Last but not Least“ noch der Aufsteiger, der VfR 07 Limburg.  Für die Domstädter sollte sich im Laufe der Saison eine alte Weisheit des ehemaligen Bundesliga-Spielers Jeff Strasser ein ums andere Mal bestätigen: „Wer mehr Tore schießt gewinnt. Das ist brutal und kriminell. Obwohl es den Limburgern in den ersten 6 Spielen in der Liga gelang, auf sich aufmerksam zu machen. Zu Hause holte man am 2. Spieltag gegen den derzeitigen Tabellenführer TuS Hornau beim 2:2 Unentschieden einen Punkt und am 4. Spieltag gewann man das Liga-Derby gegen den FC Waldbrunn knapp mit 2:1, um das Rückspiel gut 3 Wochen später mit 0:4 zu verlieren. Auch sonst gab es viele Rückschläge in der Saison, wobei der Sieg in der 2. Runde des Kreispokals gegen Nachbar und Ligakonkurrent TuS Dietkirchen am 10. September nach Elfmeterschießen nicht nur ein Krimi, sondern ein Highlight der laufenden Runde bedeutete. Somit wartet im Halbfinale ein ganz dicker Brocken, wenn man am Mittwoch den 15. April um 19:30 Uhr beim sensationellen Aufsteiger der Gruppenliga, dem SC Offheim ran muss. Sicherlich wird dieses Spiel auch zu einem Zuschauermagnet für die heimischen Fußballfans. In der Liga lief es für die Domstädter zuletzt eher supoptimal. In den letzten 8 Spielen in der Verbandsliga reichte es lediglich nur 2mal zu einem Unentschieden, die restlichen Partien wurden allesamt verloren. Somit ist man auf dem Boden der Tatsachen angekommen und hat auf dem drittletzten Platz überwintert, bereits 9 Punkte hinter dem derzeit ausgewiesenen Relegationsplatz. Aber Trübsal blasen kennt man in der Domstadt und man gibt sich kämpferisch. Die Vorbereitung hat auch in Limburg bereits begonnen und es warten folgende Testspielgegner: Sonntag, 1. Februar, 14 Uhr, beim TV Idstein (KR Idstein, Zissenbach 1), Samstag,       7. Februar, 15 Uhr, gegen die Eisbachtaler Sportfreunde (KR 1 Limburg, Jahnstraße), Dienstag, 10. Februar, 20 Uhr, gegen die SG Orlen (KR 1 Limburg, Jahnstraße), Freitag, 13. Februar, gegen die Spvgg. EGC Wirges (KR 1 Limburg, Jahnstraße), Dienstag, 17. Februar, 19.30 Uhr, gegen den FC Borussia Niederroßbach (KR 1 Limburg, Jahnstraße), Sonntag, 22. Februar, 15.30 Uhr, bei TuRa Niederhöchstadt (KR 1 Eschborn-Niederhöchstadt). Am Sonntag, den 01. März startet dann die Aufholjagd in der Liga, wo man dann am Besten im Heimspiel gegen den Tabellenletzten, FV 09 Breidenbach, mit einem Sieg beginnen sollte.      

  • von Dieter Bäbler

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