
Klare Niederlagen in Bayern in München und Schwabach
Hockey. Der Limburger Hockey-Club ist in der 1. Hallenhockey-Regionalliga Süd bei Saisonhalbzeit dem Abstieg nahe. Das Team von Trainer Stefan Döppes verlor auch die „Abstiegsendspiele“ in Bayern ohne den erkrankten Anton Schütt beim TuS Obermenzing aus München (4:9/2:3) und TV Schwabach (6:9/2:5). Folglich sind die Hessen damit nach fünf von zehn Partien das einzige punktlose Team. Zum rettenden Ufer fehlen den Lahnstädtern auf Obermenzing bereits sechs Punkte und 21 Treffer in der Tordifferenz. „Wir haben in der Rückrunde noch vier Heimspiele und uns lange noch nicht aufgegeben“, sagt Trainer Döppes. Doch mit dem dünnen Kader werde es extrem schwer.
Mit zwei Auswärtssiegen am Wochenende hätte der LHC sich auf den wichtigen vierten Gruppenplatz vorschieben können. Doch wieder einmal sollte es nicht sein. „In Obermenzing waren wir drei von vier Vierteln die bessere Mannschaft. In einem Viertel haben wir aber mal wieder unnötig viele Tore gefangen“, ärgert Döppes sich. Lange sah es nicht nach einem klaren Sieg des 2. Bundesliga-Absteigers aus. Die Hessen spielten die erste Halbzeit absolut auf Augenhöhe und konnten durch Max Müller in der Schlussminute des ersten Viertels auf 1:1 ausgleichen. Kurz vor Halbzeit ging der Gast gar mit 2:1 durch Finn Mourik in Führung, doch die Münchner konnten vor dem Seitenwechsel noch die Tore zwei und drei erzielen. Trotzdem war für Limburg zu diesem Zeitpunkt noch alles drin. Völlig unerklärlich verloren die Hessen dann aber im dritten Viertel komplett den Faden und fingen sich in diesem fünf Gegentore in Serie ein. Somit gelang es den Isarstädtern durch ein einziges starkes Viertel, die Partie klar auf ihre Seite zu ziehen. Auch wenn das Spiel verloren war gab der LHC nicht auf und versuchte die letzte Viertelstunde noch einmal alles. David Schneider per Strafecke gelang noch das 3:8 und drei Minuten vor Schluss Max Müller das 4:9.
Im Frankenland beim bis dahin ebenfalls noch punktlosen Aufsteiger Schwabach zu siegen war somit Sonntag für Limburg Pflicht. Wieder mit dem Samstag verhinderten Max Bommel, aber mit einem aus dem Samstag-Spiel leider angeschlagenen Lukas Schmitt kamen die Hessen auswärts nicht richtig ins Spiel. Schwabach hat zwar keine überragenden Regionalligaspieler in seinen Reihen, jedoch ein homogenes Team, das auf ordentlichem Niveau weiß, was es zu tun hat. Vor allem das körperbetonte Spiel der Hausherren machte den Lahnstädtern zu schaffen. So endete Viertel eins ohne eigenes Tor mit 0:1 durch einen Gegentreffer per Strafecke. Limburgs Trainer bedauert es, „dass wir hinten wieder zu viele Fehler machten“. Der Aufsteiger erhöhte auf 3:0 und 4:1. Tore von Max Müller und Max Bommel (Strafecke) zum 2:4 ließen die Gäste aber hoffen, die Begegnung noch zu drehen. Nach David Schneiders Strafeckentor zum 3:5 hatte Limburg noch 20 Minuten Zeit auszugleichen und die Partie zu drehen. Doch immer wieder traf auch Schwabach und zog auf 7:3 davon. Stefan Döppes: „Es macht sich einfach an einem Doppelspiel-Wochenende bemerkbar, dass wir einen zu dünnen Kader haben und die erste Fünf zu lange auf dem Feld hatten. Die lange Fahrzeit zu den Spielen kam noch dazu“. Noch einmal sendete der LHC bei Müllers Eckentor zum 4:7 ein kleines Lebenszeichen, doch bei einem Zwischenstand von 4:9 neun Minuten vor Ende waren die Punkte endgültig verloren. Die weiteren LHC-Tore durch Mourik und Schmitt (Siebenmeter) waren nur noch leichte Ergebniskosmetik.
Limburg: Niklas Müller, Koch, Albishausen, Max Müller (4 Tore), Lukas Schmitt (1), Nebgen, David Schneider (2), Hecker, Simeon Schneider, Bommel (1), Finn Mourik (2), Lennard Schmitt.rk
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