Mercedes-AMG Motorsport mit gutem Start in die TotalEnergies 24 Hours of Spa

#4 Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team HRT
Spa-Francorchamps. Das 24-Stunden-Rennen von Spa hat turbulent begonnen. Von der Pole-Position konnte Raffaele Marciello (ITA) die Führung der #88 (Mercedes-AMG Team AKKA ASP) zunächst souverän behaupten. In der neunten Runde führte ein Unfall zu einer längeren Full-Course-Yellow-Phase. Kurz nach Freigabe des Rennens setzte starker Regen ein, der das Klassement durcheinanderwürfelte. Zu den ersten planmäßigen Fahrerwechseln war die Ideallinie wieder soweit abgetrocknet, dass die Teams zurück auf Slicks gehen konnten. Eine starke Aufholjagd in dieser Phase bot der HubAuto Mercedes-AMG GT3 #50 – das Fahrzeug, das im Tribute-Design des legendären Spa-Erfolgs des Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 AMG von 1971 antritt: Maximilian Buhk und Maximilian Götz (beide GER) brachten den roten GT3 vom 41. Startplatz bis in die Top-Ten nach vorne. Aufgrund unterschiedlicher Boxenstopp-Strategien und zahlreicher Drive-Through-Strafen wegen Missachtung der Track-Limits wechseln die Platzierungen in der Spitzengruppe mehrfach. Zum Einbruch der Nacht befinden sich vier der 13 gestarteten Mercedes-AMG GT3 in der gleichen Runde wie das Führungsfahrzeug. In der Silver-Cup-Klasse festigt sich eine Spitzenposition der #90 von Madpanda Motorsport. Das Haupt Racing Team musste ihr Fahrzeug #5 nach 71 Runden mit einem technischen Defekt abstellen. 

Raffaele Marciello, Mercedes-AMG Team AKKA ASP #88: “Mein Start war okay. Ich konnte gleich vorne etwas wegfahren. Dann bin ich im Regen etwas länger auf Slicks draußen geblieben, was uns die Führung gekostet hat. Aber wir gehören nach wir vor zur Spitzengruppe und greifen weiter an. Jetzt kommt es darauf an, dass wir in einen guten Rhythmus finden.“

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team HRT #4: „Ich habe gemischte Gefühle, was meinen Stint zu Beginn des Rennens angeht. Wir sind von P3 gut ins Rennen gekommen, dann gab es einen großen Unfall hinter Eau Rouge. In der Full Course Yellow-Phase sind wir dann draußen geblieben – was die richtige Entscheidung war. Nach dem Restart kam der Regen. Auf Regenreifen konnte ich dann Druck nach vorne machen. Ich war aber auch sehr vorsichtig, was die Track-Limits-Regeln angeht. Mal schauen, wie es weitergeht. Wir haben definitiv ein Auto, um anzugreifen.“

Lucas Auer, AKKA ASP Team #89: „Mein erster Stint war sehr gut. Beim Rennstart habe ich nur geschaut, dass ich fehlerfrei bleibe. Das hat gut geklappt. Dann waren kurzeitig gemischte Verhältnisse auf der Strecke – da habe ich mich besonders wohlgefühlt. Wir sind auf P10 gestartet und ich bin auf P6 in die Box gekommen. Von daher passt alles. Auch das Timing für den Stopp war gut, da wir wieder auf Trockenreifen wechseln konnten.“

Rik Breukers, Madpanda Motorsport #90: “Die Anfangsphase war gan schön herausfordernd mit den schnellen Wetterwechseln. Wir hatten das Ziel, gut durchzukommen und jeden Kontakt zu vermeiden. Als der Regen begann, wurde es strategisch. Das Team hat einen super Job gemacht und den richtigen Zeitpunkt zum Wechseln gefunden. Auf Regenreifen konnte ich sofort wieder attackieren und drei, vier Autos überholen. Zwischenzeitlich waren wir in den Top-Five der Gesamtwertung und in Führung in der Silver-Cup-Klasse. Wir greifen weiter an. Das Rennen ist noch lange.“

Nico Bastian, GetSpeed Performance #2: „Der Start ist für mich eine Art Hassliebe. Ich fahre sehr gerne den Start, habe aber auch viel Respekt – man kann in den ersten Kurven einfach mehr verlieren als gewinnen. Die Anfangsphase heute war recht chaotisch. Bei 58 Autos im Feld und einem Startplatz mittendrin – da ist um einen herum ordentlich was los. Der Unfall in der Anfangsphase hat einige Trümmer auf die Strecke gebracht, eines davon hat auch unser Auto erwischt. Die Beeinträchtigung hält sich aber in Grenzen.“

Maximilian Götz, HubAuto #50: „Wir haben bisher strategisch alles richtig gemacht. Wir hatten den Mut, früh zurück auf Slicks zu wechseln. Da haben wir richtig was gewonnen und waren auch danach in einem guten Rhythmus. Die Pace könnte etwas besser sein, ich habe immer etwas Untersteuern im Auto. Das liegt daran, dass wir im Training nicht so viel fahren konnten und uns daher das Feintuning im Setup fehlt. Vielleicht können wir später bei unserem vorgeschriebenen technischen Stopp noch etwas optimieren und noch mehr Aggressivität auf die Vorderachse bringen. Ansonsten läuft alles problemlos.“

 

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