Jan Bühn aus Kronau liegt zur Rennhälfte nach zwölf Stunden als bester deutscher Fahrer auf Rang vier

Kawasaki-Pilot Jan Bühn (Nummer 8) konnte sich vom 19. Startplatz auf den vierten Rang verbessern (Foto Bolliger Team)

Beim 24-Stunden-Motorradrennen von Le Mans in Frankreich liegt der Kronauer Jan Bühn vom Team Bolliger Switzerland nach 12 Stunden zur Rennhälfte sensationell als bester deutscher Fahrer auf dem vierten Rang. Das private Kawasaki-Team ging vom 19. Startplatz am Samstagmittag um 12 Uhr in den Motorrad-Marathon. Jan Bühn, der 2015 Deutscher Meister in der Supersport 600-Klasse war, fuhr die Startphase und konnte sich auf den 13. Gesamtrang und 9. Platz in der EWC-Wertung nach vorne fahren. Nach einer Stunde führte das Tati Team Beringer Kawasaki vor dem Yoshimura SERT Motul-Suzuki Team. Auf dem dritten Platz lag das österreichische YART-Yamaha Team mit Marvin Fritz aus Neckarzimmern. Das Schweizer Team Bolliger konnte sich bei 30 Grad Außentemperatur und 50 Grad Asphalttemperatur weiter nach vorne schieben. Nach acht Stunden zur ersten WM-Punkte-Zwischenwertung lag das Kawasaki-Trio um 20 Uhr auf dem fünften Platz und erhielt dafür die ersten sechs WM-Zähler. Zur Halbzeit nach 12 Stunden verbesserte sich das Privatteam auf den vierten Platz, da das YART-Yamaha Team wegen einem technischen Defekt in der Box aufgeben musste. Der 30-jährige Bühn war nach der ersten Rennhälfte sehr zufrieden: „Gleich nach dem Start hatte ich Glück, da drei Fahrer vor mir in der ersten Schikane stürzten und ich ausweichen musste. Ich fiel dadurch auf den 23. Platz zurück und konnte mich dann aber wieder den 13. Rang verbessern. Ich hatte einen guten Rhythmus und die Kawasaki läuft mit den Michelin-Reifen super. Wir haben eine sehr gute Rennpace und hoffen, dass wir die Position bis zum Ende halten können.“ Die drei Bolliger-Piloten Jan Bühn, Ondrej Jezek und Jesper Pellijeff kommen ca. alle Stunde zum Fahrerwechsel und zum Tanken an die Box. Nach 12 Stunden führte das Yoshimura SERT Motul-Suzuki Team mit 429 gefahrenen Runden auf dem 4,185 km langen Bugatti-Circuit vor den letztjährigen Siegern, dem F.C.C. TSR Honda France-Team mit 424 Runden. Das Bolliger Team Switzerland von Teamchef Kevin Bolliger lag mit 416 Runden auf dem vierten Rang und hatte nur noch 12,789 Sekunden Vorsprung vor dem BMW Motorrad Werksteam mit Markus Reiterberger aus Obing, die zu Rennbeginn Probleme hatten. Das legendäre 24-Stunden-Rennen in Le Mans endet am Sonntag um 12 Uhr. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Internetseite unter www.FIMEWC.com.

  • Text Michael Sonnick

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