SAISONFINALE DER ABB FIA FORMEL E-MEISTERSCHAFT IN BERLIN – VORSCHAU

António Félix da Costa (POR) führt die Fahrermeisterschaft an, nachdem er das letzte Mal in Marrakesch gewonnen hatte.

Nach 158 Tagen kehrt die ABB FIA Formel E-Meisterschaft am Mittwoch, den 5. August, in Berlin-Tempelhof zurück auf die Rennstrecke. Beim intensivsten Saisonfinale der Motorsportgeschichte finden innerhalb von neun Tagen sechs Rennen statt, in denen der neue Titelträger ermittelt wird.

  • Live-Übertragung der Rennen auf Eurosport 1 und im Eurosport Player (ab 18.45 Uhr MESZ) am 5., 6., 8., 9., 12. und 13. August.
  • António Félix da Costa von DS TECHEETAH führt die Fahrerwertung mit 11 Punkten vor Mitch Evans von Panasonic Jaguar Racing an – rein rechnerisch kann aber jeder Fahrer noch den Titel gewinnen.
  • Mit Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport), André Lotterer (TAG Heuer Porsche), Daniel Abt (NIO 333) und René Rast (Audi Sport ABT Schaeffler) gehen vier deutsche Fahrer in Berlin-Tempelhof an den Start. 
  • Die Formel E kehrt zurück mit einer wichtigen Botschaft der Integration und des Engagements für eine bessere Zukunft – getragen durch den Motorsport und die #PositivelyCharged-Kampagne. Als Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung werden die Fahrzeuge von Mercedes-Benz EQ in komplett schwarzer Lackierung antreten. 
Video-Content und Bildmaterial werden während des gesamten Zeitraums verfügbar sein unter: http://fiaformulae.isebox.net/berlin2020
Im virtuellen Media Center werden Sie rund um die Uhr sowie in Echtzeit mit Informationen zum großen Saisonfinale der Formel E in Berlin auf dem Laufenden gehalten. Das Portal bietet Ihnen einen Überblick über alle teilnehmenden Fahrer und Teams, sämtliche Resultate und den aktuellen Meisterschaftsstand. Live-Feeds und Live-Timings von sämtlichen Sessions sind ebenfalls abrufbar. Darüber hinaus können Sie über das virtuelle Media Center die offiziellen Pressekonferenzen und Interviews verfolgen und daran teilnehmen. Auch individuelle Interviewanfragen können auf dem Portal gestellt werden. Um sich für das virtuelle Media Center zu akkreditieren, schreiben Sie bitte unter Nennung Ihres Namens, Mediums und Ihrer E-Mail-Adresse an media@fiaformulae.com.
TALKING POINTS
Jeder Fahrer hat noch die Chance auf den Titel
Die Formel E ist berühmt für ihre Unvorhersehbarkeit: Jedes der fünf bisherigen Rennen in dieser Saison wurde von einem anderen Fahrer gewonnen. In der vergangenen Saison gab es neun verschiedene Rennsieger. Beim diesjährigen Finale mit sechs Rennen in neun Tagen könnte tatsächlich jeder Fahrer noch Champion werden.
António Félix da Costa von DS TECHEETAH liegt mit 67 Punkten an der Spitze, Mitch Evans von Panasonic Jaguar Racing hat als Zweitplatzierter nur 11 Zähler Rückstand. Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport) belegt als aktuell bester Deutscher mit 44 Punkten einen aussichtsreichen vierten Platz. Generell liegen die Top-Sechs-Fahrer so eng beieinander, dass jeder von ihnen nach dem ersten Final-Lauf die Führung übernehmen könnte. Der amtierende zweifache Champion Jean-Éric Vergne (DS TECHEETAH) rangiert auf Platz acht, während ein weiterer ehemaliger Titelträger, Sébastien Buemi (Nissan e.dams), aktuell auf dem 11. Platz geführt wird. Dahinter folgt André Lotterer (TAG Heuer Porsche) mit 25 Punkten auf Platz 12, Daniel Abt (NIO 333) liegt auf Rang 17. René Rast (Audi Sport ABT Schaeffler) steht hingegen vor seinem ersten Einsatz in dieser Saison.
Das Qualifying-Format der Formel E in umgekehrter Reihenfolge der Meisterschaftsstände sorgt dafür, dass das Feld stets eng zusammenrückt und alle Fahrer die Chance haben, Punkte und Podestplätze zu sammeln. In den sechs Rennen ist damit Spannung vorprogrammiert.
Abt kehrt zurück in sein erfolgreiches „Jagdrevier“
Die größte Schlagzeile in der Zwangspause war das Aus für Daniel Abt bei Audi Sport ABT Schaeffler. Er wurde durch den amtierenden DTM-Champion René Rast ersetzt, der bereits 2016 für das Team Aguri ein Formel-E-Rennen in Berlin fuhr. Zunächst sah alles danach aus, als würde Abt, der den E-Prix von Berlin 2018 gewann, sein Heimrennen verpassen. Doch dann erhielt er vom Team NIO 333 eine zweite Chance, da der chinesische Fahrer Ma Qing Hua beim Finale der sechsten Saison nicht am Start sein wird.
Weitere Neuigkeiten aus dem Fahrerlager: Sérgio Sette Camara, der Reservefahrer von Red Bull Racing, wird Brendon Hartley bei GEOX Dragon ersetzen. Bei Mahindra Racing übernimmt Alex Lynn das Cockpit von Pascal Wehrlein.
#PositivelyCharged
Die Formel E ist stolz auf ihre Grundprinzipien, mit denen sie die Einführung von Elektrofahrzeugen beschleunigen möchte, um so den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Die vollelektrische Meisterschaft ist darauf ausgerichtet, ein integratives, einladendes und zugängliches Umfeld für alle zu schaffen. Kurz vor dem Finale der sechsten Saison bekräftigt die Formel E nun ihre Entschlossenheit, durch den Rennsport eine bessere Zukunft zu ermöglichen und vereint gegen jede Form der Diskriminierung einzutreten.
Während die Formel E seit ihrer Einführung im Jahr 2014 auf Nachhaltigkeit setzt, hat sie sich vor kurzem auch mit UNICEF zusammengetan, um den Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. Ein weiteres Ziel ist es, unterrepräsentierten Gruppen durch das Programm „Positive Futures“, das in der kommenden Saison starten wird, größere Chancen und mehr Teilhabe zu ermöglichen.
Mercedes-Benz EQ wird in Berlin ebenfalls ein Zeichen setzen und in einer komplett schwarzen Lackierung an den Start gehen, um damit gegen Rassismus und Diskriminierung Stellung zu beziehen. Weitere Aktivitäten der #PositivelyCharged-Kampagne werden im Rahmen des ersten Rennens in Berlin am 5. August vorgestellt.
Ein noch nie dagewesenes Vorhaben in einer veränderten Welt
Die Formel E startete zuletzt Ende Februar beim E-Prix von Marrakesch. Seitdem hat sich die Welt durch die COVID-19-Pandemie verändert. Die Meisterschaft trägt den Geschehnissen der vergangenen Monate Rechnung: Das Finale wird ohne Publikum vor Ort stattfinden, um so sicher und nachhaltig wie möglich zu fahren.
Um die Pandemievorschriften für Sportgroßveranstaltungen in Deutschland zu erfüllen, werden nicht mehr als 1.000 Personen vor Ort zugelassen, so dass sich die Teams auf das notwendige Einsatzpersonal beschränken. Bei der Ankunft in Deutschland wird ein erster Corona-Test mit allen Personen durchgeführt. Danach wird es weitere umfassende Tests mit allen Personen geben, die vor Ort ankommen, und zwar regelmäßig während des gesamten Veranstaltungszeitraums. Die festgelegten Sicherheitsvorkehrungen haben es ermöglicht, dass die Meisterschaft fortgesetzt werden kann und die Fahrer wieder das tun können, was sie am besten können.
In der rennfreien Zeit sorgten die Online-Rennen der ABB Formula E Race at Home Challenge zugunsten von UNICEF für eine willkommene Abwechslung für Fahrer wie Maximilian Günther und den späteren Sieger Stoffel Vandoorne, die beide den virtuellen Sportwettbewerb dominierten. Nun ist jedoch die entscheidende Frage: Welcher Fahrer ist nach der fast fünfmonatigen Rennpause auf die Strapazen der bevorstehenden Mega-Veranstaltung mit sechs E-Prix in neun Tagen am besten vorbereitet?
– von Peter Linke und Lukas Praller
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