Der Formel 1-Traditionsrennstall Williams macht Verlust

Der Pole Robert Kubica (Williams-Team/Nummer 88) holte mit dem 10. Rang den einzigen WM-Punkt in der Saison 2019 in Hockenheim (von Fotograf Thorsten Horn)

Der Formel 1-Traditionsrennstall Williams hat die Geschäftszahlen von 2019 von der Williams Grand Prix Holding PLC (WGPH) mit einem Verlust von 10,1 Millionen britischen Pfund (11,2 Millionen Euro) im Formel 1-Bereich bekannt gegeben. Neben den schlechten Finanzzahlen hat der britische Rennstall auch verkündet, dass man sich von Hauptsponsor ROKiT getrennt hat, obwohl der Vertrag erst im Vorjahr bis 2023 verlängert wurde. Claire Williams, die Tochter von Firmengründer Frank Williams, teilte mit, dass sich Williams neu aufstellen will und auch ein Verkauf des Teams in Erwägung gezogen wird.

Das Williams-Team wurde 1977 von Frank Williams gegründet und feierte drei Jahr später 1980 mit dem Australier Alan Jones den ersten Fahrer-WM-Titel. Es folgten weitere Fahrertitel durch Keke Rosberg (1982), Nelson Piquet (1987), Nigel Mansell (1992), Alain Prost (1993), Damon Hill (1996) sowie Jacques Villeneuve 1997 mit dem siebten Fahrer-WM-Titel. Williams holte sich neunmal den Konstrukteurs-WM-Titel. Das Williams-Team feierte 114 Grand Prix-Siege, 128 Pole Positions und drehte 133 Mal die schnellste Rennrunde.

Das Williams-Team holte im Vorjahr nur einen einzigen WM-Punkt durch Robert Kubica (Polen) als Zehnter beim Deutschland-GP auf dem Hockenheimring. In dieser Saison starten der Brite George Russell und der Kanadier Nicholas Latifi für das Williams-Team, der Saisonauftakt soll am 5. Juli auf dem Red Bull-Ring in Spielberg/Österreich stattfinden.

Text : Michael Sonnick 

 

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