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LHC verliert mit 3:6 gegen Mainz

LHC-Stürmer Julien Collée (rechts) konnte sich im Spiel gegen Mainz nach der Gästeführung nur noch selten durchsetzen. Foto: Klöppel

Hockey. Der Limburger Hockey-Club kann die Saison in der 1. Feldhockey-Regionalliga einmal mehr nach erst fünf Spieltagen als weiteres verlorenes Jahr abhaken. Die Schützlinge von Trainer Marcus Gutz verloren 3:6 gegen biedere Mainzer und haben nach der dritten Niederlage im fünften Spiel nichts mehr mit dem 2.Bundesliga-Aufstieg zu tun. Um Platz eins kämpfen jetzt nur noch Rot-Weiß München mit seiner Legionärstruppe (13 Punkte) sowie Bundesliga-Absteiger Rüsselsheimer RK (12), die sich beide keine Blöße gaben. Was dagegen nach dem 5:6 gegen München nach 5:2-Führung einmal mehr in Limburg passierte, war nicht nur für Trainer Gutz nach der Partie “unerklärlich, ja unbegreiflich”. Anfangs schien es so, als hätten die Lahnstädter aus der Klatsche bei Aufsteiger Bad Kreuznach ihre Lehren gezogen. Engagiert gingen sie zu Werke, spielten gutes Hockey und ließen dem TSV Schott Mainz kaum eine Entfaltungsmöglichkeit. Als es durch Sebastian Sauer und Benedikt Faustmann früh 2:0 stand, schien alles auf einen lockeren Pflichtsieg hinauszulaufen. Den 1:2-Anschluss der rheinland-pfälzischen Haupstädter aus dem Nichts konnte man zu diesem Zeitpunkt noch unter der Rubrik Ausrutscher abhaken. So souverän und überlegen erschien bis dahin der LHC. Doch urplötzlich lief das Spiel völlig aus dem Ruder. Die Mainzer glichen nicht nur aus, sie bekamen auch von den Unparteiischen noch kräftig Schützenhilfe. Obwohl alle Limburger und ihre Anhänger sich sicher waren, dass ein Mainzer Spieler mit dem Fuß die Kugel im Schusskreis berührt hatte, wurde Strafecke gegen Limburg verhängt, die auch noch zu einem weiteren Gegentreffer führte. Die Situation auf dem Feld war nahe der Eskalation, als zudem noch ein genauso umstrittener Siebenmeter für Mainz gegeben wurde. Limburgs Lars Schmitt war nach eigenen Angaben als ballführendem Spieler von einem Gegner der Stock in den Schläger geschlagen worden. Die Schiedsrichter freilich werteten die Situation genau umgekehrt und somit als Verhinderung einer glasklaren Chance. Die wütenden Proteste des LHC führten zu einer Zeitstrafe gegen Keeper David Schneider und dazu, dass sich beim Strafstoß Feldspieler Sauer ins Tor stellen musste. Er war chancenlos. Trotzdem sagte Marcus Gutz fair nach der Partie: “Ich bin weit davon entfernt, für alles, was passiert ist, hier die Schiedsrichter verantwortlich zu machen”. Limburg hatte es nach Sauers Mut machendem Tor zum 3:4 bei noch genügend Zeit wieder selbst in der Hand, für die Wende zu sorgen. Doch im direkten Gegenzug fiel durch einen krassen Verteidigerfehler das entscheidende 3:5. Damit war die Gegenwehr der Gastgeber gebrochen, und der Gast fuhr in den Schlussminuten gut geordnet in Mittelfeld und Defensive locker den Sieg nach Hause. Trotz eines starken Torwarts und guter Konterspieler war der Auftritt der meisten Mainzer dennoch Mittelmaß, der Überraschungssieg jedoch durchaus verdient. Denn Limburg muss sich trotz allem anerkennenswerten Einsatz der Spieler ankreiden lassen, dass wieder einmal die Abstimmung bei den genügend vorhandenen eigenen Ecken sowie in der Abwehr nicht stimmten. Bei den Offensivbemühungen der LHC-ler nach dem Rückstand standen in der eigenen Hälfte mehrfach Schott-Stürmer völlig unbewacht vor dem Tor. Sechs Gegentreffer gegen Rot-Weiß München und Mainz sowie fünf in Bad Kreuznach sprechen Bände und sollten dazu führen, dass in der Saisonpause an der Feinabstimmung und Antrittsschnelligkeit auf den ersten Metern hart gearbeitet wird. Es wäre zu einfach, sämtlichn Mängel nur mit Hinweis auf den regennassen, glitschigen Boden herunterzuspielen. Limburgs Kader hat unzweifelsfrei gutes Potenzial. Wer aber in der Leistung zu schwankend ist, der wird auf diesem Niveau einfach gnadenlos von den Gegnern bestraft. Limburgs Spieler müssen trotz der herben Enttäuschung jetzt unbedingt die Konzentration beibehalten. Denn nach dem Abrutschen auf Gruppenplatz sechs droht Abstiegskampf pur, wenn nicht zeitnah noch der eine oder andere Sieg eingefahren wird. Im nächsten Heimspiel am 20. April gegen den Vorletzten (HG Nürnberg) sollten also dringend drei Zähler her für eine Endplatzierung im sicheren Mittelfeld.

Limburg: David Schneider, Hans Schneider, Felix Schneider, Frederik Litzinger, Markus Bäder, Philipp Koch, Andreas Lante, Johannes Zubrod, Lars Schmitt, Laurens Meurer, Julien Collée, Stefan Litzinger, Maximilian Polk, Kay Tomas, Benedikt Faustmann (1 Tor), Sebastian Sauer (2).rk


Kategorie: Hockey

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Eine Antwort to "LHC verliert mit 3:6 gegen Mainz"

  1. hehe sagt:

    Ihr seit echt ziemlich lächerlich immernoch vom Aufstieg zu träumen …

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