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LHC steht unter Zugzwang

Der Limburger Hockey-Club steht im letzten Spiel der Vorrunde vor der Winterpause Samstag im Kellerduell bei der TG Frankenthal (16 Uhr) unter großem Zugzwang. Nach fünf Niederlagen in Folge beträgt der Rückstand der Lahnstädter in der Süd-Gruppe der 2. Feldhockey-Bundesliga auf den sicheren viertletzten Platz bereits vier Punkte. Sollte der LHC in der Pfalz erneut verlieren und HC Ludwigsburg zeitgleich sein Heimspiel gegen Dürkheimer HC im anderen Duell zweier Abstiegskandidaten gewinnen, dann würde die Elf von Trainer Ekkhard Schmidt-Opper es sehr schwer haben, die Kontrahenten in der Rückrunde wieder einzuholen und erneut durch eine sensationelle Rückrunde den Klassenverbleib zu schaffen. Nach zwei indiskutablen Wochenenden mit drei bitteren Niederlagen gegen direkte Konkurrenz hatte sich Limburg im letzten Heimspiel endlich gefangen und gegen den derzeit mit Spitzenreiter Blau-Weiß Berlin punktgleichen Tabellenzweiten SC 1880 Frankfurt mal wieder eine tolle Leistung hingelegt. Doch am Ende setzte sich die individuelle Klasse der Mainstädter knapp durch und der LHC stand erneut ohne Punkt da. Die letzten Wochen haben deutlich gezeigt, wo die Probleme der Hessen liegen. Der Kader ist einfach in der Spitze zu dünn besetzt. Das hat zur Folge, dass das Team gegen Ende wie gegen 80 unkonzentriert wird und entscheidende Fehler macht. Ausfälle können auch nicht wie bei anderen Teams kompensiert werden. So trifft es Schmidt-Opper heftig, dass Stürmer Max Müller zwar wieder spielen kann, jedoch längst noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Überhaupt ist die Limburger Offensive bislang auch viel zu harmlos. Wenn sich Limburg nur auf die Strafeckenstärke von Laurens Meurer verlassen muss, ist das für die 2. Liga einfach zuwenig. Andere Varianten und Schützen müssten häufiger her, damit die gegnerischen Herausläufer sich nicht alleine auf Meurer fokussieren und den LHC so um seine Hauptwaffe bringen können. Das Frankfurt-Spiel hat aber gezeigt, dass Limburg noch nicht verloren ist und mit einer Bestätigung dieser Leistung in kommenden Spielen gegen Gegner der unteren Hälfte auch wieder gewinnen kann. Doch Trainer Schmidt-Opper und seine Spieler müssen jetzt auch schleunigst mal wieder Punkte liefern, um die angestrebte Etablierung in der 2. Liga nicht schon wieder in der zweiten Saison extrem zu gefährden. Limburgs Headcoach ist der Meinung: „Wir können noch drin bleiben, denn wir können spielerisch mit den anderen mithalten und haben die direkte Konkurrenz in der Rückrunde noch daheim“. In Frankenthal sieht er realistische Siegchancen, „wenn wir wieder so auftreten wie die erste Halbzeit gegen 80“. Klar ist aber auch, dass Limburg wirklich kämpferisch Vollgas geben und spielerisch einen der besseren Tage erwischen muss, um in der Pfalz bestehen zu können. Denn Frankenthal kommt nach dem Katastrophenstart in die Runde langsam in gute Form, hat zuletzt Stuttgart auswärts 4:3 geschlagen, gegen Titelaspiranten Zehlendorfer Wespen daheim nur 3:4 verloren und gegen Aufsteiger Charlottenburg 2:2 gespielt. Das zeigt, Frankenthal ist heiß, Limburg zu besiegen und sich vom Tabellenende abzusetzen. Die athletisch starken Pfälzer sind torgefährlich, so dass es gilt, Kontersituationen und Strafecken möglichst zu vermeiden. Die Tatsache, dass der LHC gegen Charlottenburg und Stuttgart verlor, zeigt, dass Samstag gerade vor eigenem Publikum Frankenthal als leichter Favorit in die Partie geht. Limburg reist aber mit dem guten Gefühl an, in der Vorsaison bei der TG schon einmal einen Auswärtssieg gelandet zu haben. rk

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