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LHC in ersten Heimspielen gegen Spitzenteams Frankfurt und Mannheim

Hockey. Der Limburger Hockey-Club kann die Unterstützung seines Anhangs bei den ersten beiden Heimspielen am Wochenende mehr denn je gebrauchen. Denn nach dem verpatzten Saisonstart mit zwei Niederlagen gastieren im Eduard-Horn-Park ausgerechnet die beiden Teams, die mit vollen sechs Punkten die Tabelle anführen und die Limburgs Trainer Marcus Gutz für die Topfavoriten im Kampf um die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd hält. Samstag um 16 Uhr steigt auf der Albert-Colléé-Sportanlage das Derby gegen den alten Rivalen SC 1880 Frankfurt, Sonntag um 15 Uhr wird die Partie gegen Erstliga-Absteiger TSV Mannheim angepfiffen. Limburg ist in beiden Spielen trotz des Heimrechts eindeutiger Außenseiter. Frankfurt machte bisher in der Feldrunde den souveränsten Eindruck und legte nach einem deutlichen 7:2-Erfolg beim HC Ludwigsburg (7:2) ein 4:1 gegen die stärker als der LHC einzustufenden Zehlendorfer Wespen aus Berlin nach. Wer soll den Angriffswirbel der 80-er also Samstag stoppen? „Wenn wir so spielen wie in Berlin, dann steigen wir ab“, sagt LHC-Trainer Gutz. Oft habe seine Elf aber gerade gegen die vermeintlich stärksten Gegner am besten gespielt. Darum sehe er seine Team am Wochenende keineswegs als chancenlos an, wenn seine Jungs ihr bestes Hockey spielten. In Berlin sei das Problem gewesen, dass die Mannschaft sich von dem ruppigen Spiel der Mariendorfer habe beeindrucken lassen. So ärgert Gutz sich noch immer, dass Stürmer Julien Collée etwas am Fuß abbekam und immer noch angeschlagen ist. Ebenfalls muss der Trainer abwarten, ob die aufgrund von Krankheiten geschwächten Stammspieler Laurens Meurer und Jannis Collée schon wieder zwei volle Partien über je 60 Minuten gehen können. Alles andere als eine gute Ausgangssituation vor einem Hessen-Derby, in dem Frankfurt mit den früheren Limburgern Marc-André Sawall sowie den Schmidt-Opper-Brüdern Moritz, Anton und Johann der große Favorit ist. Limburg konnte die mit ganz anderen sportlichen und finanziellen Möglichkeiten ausgestatteten 80-er die letzten Jahre schon das eine oder andere Mal in Punktspielen ärgern. Doch da traten die Mainstädter auch vorher nicht so souverän auf, wie es bisher in dieser Runde der Fall ist. „Frankfurt und Mannheim sind nicht nur spielstarke, sondern sehr erfahrene Teams“, lautet Marcus Gutz´ Einschätzung nach der Videoanalyse der nächsten Kontrahenten. Mannheim tut sich jedoch bisher überraschend schwerer als Frankfurt, seine Pflichtsiege im Kampf um Platz eins zu erringen. Zuletzt schafften die Badener bei Aufsteiger HG Nürnberg zwar fünf Tore, kassierten aber auch drei, was für einen erstligaerfahrenen Gegner überraschend ist. Es war sowieso unerwartet, dass der Ortsrivale des Vorjahresmeisters Mannheimer HC überhaupt den bitteren Gang in die Zweitligaklassigkeit antreten musste. Das spricht dafür, dass der TSV Niveau eingebüßt hat. Ob es also für den direkten Wiederaufstieg reichen wird, bleibt abzuwarten. Gegen die Teams ab Mittelfeld der zweiten Liga wie eben Limburg ist Mannheim aber zu klaren Erfolgen verdammt und dementsprechend motiviert wird der Gast auch Sonntag in Limburg zu Werke gehen. Und was ist, wenn am Wochenende alles normal läuft und Limburg am Ende mit null Punkten aus vier Partien wieder mal auf dem letzten Tabellenplatz stehen sollte? „Dann sind eben alle fünf kommenden Spiele der Hinrunde für uns Endspiele“, sagt Gutz: „Dann kommen machbare Gegner. Unser Ziel bleibt es nach wie vor, im Kampf um den Klassenverbleib mit mindestens zehn Punkten in die Winterpause zu gehen“.rk

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