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„Klassen-Treffen“ auf dem Sachsenring

 

Jochen Schmid mit seinem Cheftechniker Kurt Stückle Foto: Moto Motion,

Jochen Schmid mit seinem Cheftechniker Kurt Stückle
Foto: Moto Motion,

Die Sachsenring Classic vom 16.- 18.Mai 2014 auf Deutschlands Motorrad Grand Prix Kurs klotzt schon jetzt mit vielen Highlights. Eines davon wird das Wiedersehen der Fahrer der Pro Superbike-Klasse sein, die 1996 auf dem neu gebauten Sachsenring gastierte. Fast 20 Jahre später, seit dem Debüt hat Promoter Franz Rau die Piloten von damals zu einem Wiedersehen nach Hohenstein-Ernstthal eingeladen und viele haben ihr Kommen zugesagt.

Neben dem erfolgreichsten Fahrer der Pro Superbike, Christer Lindholm aus Schweden, freut sich sein härtester Widersacher Jochen Schmid aus dem Lager der grünen Kawasaki-Fraktion. Der 16-fache Pro Superbike-Sieger hat mit Edeltuner Kurt Stückle den „Paul“ aus dem Stall geholt und rennfertig gemacht. So hieß das „Rennpferd“, die giftgrüne Kawasaki ZXR 750 RR, mit der der Backnanger 1995 den Meistertitel einfuhr.

Der Ingolstädter Werner Dimperl hat seine Ducati, die er im Team Remus Racing fuhr, wieder originalgetreu im Design von damals hergerichtet. Er und seine Mechaniker freuen sich schon auf ein Wiedersehen mit ihren Kollegen von früher.
Leider musste sein ehemaliger Teamkollege der Pro Superbike Meister von 1998 Andy Meklau – Österreich, wegen Verpflichtungen seines Arbeitgebers Red Bull, seine bereits abgegebene Nennung wieder zurückziehen, obwohl sein damaliger Cheftechniker Charly Pütz die 955’er Ducati schon startklar hatte.

Aus dem Schwarzwald stammend, fuhr damals Thomas Franz eine Honda RC 30 im Ditter Plastic Racing Team. Er hat das edle Teil wieder auf Vordermann gebracht und freut sich schon, diese wieder mal auf der Rennstrecke bewegen zu können.

Während Peter Rubatto schon seit einiger Zeit mit seiner Bimota-Yamaha auf Klassik-Events unterwegs ist, bringt Bruder Mario eine von Suzuki Mayer aus Passau vorbereitete Suzuki GSX-R 750 an den Start.

Eine weite Reise tritt der siebenfache ungarische Meister Arpad Harmati an. Der Budapester war mit der gelb lackierten HB-Yamaha OW01 nicht nur in der Pro Superbike unheimlich schnell, sondern auch in der Weltmeisterschaft. Im Schlepptau des Magyaren sein Landsmann Janos Vegh, der ebenfalls seine Yamaha YZF 750 wieder für die Rennstrecke fit gemacht hat.

Mit dabei der Bauer mit Power, wie der Münchner Ernst Gschwender hieß. Der Landwirt aus dem Münchner Vorort freut sich seine Konkurrenten von damals wieder zu sehen, wenngleich er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf eine Rennmaschine steigen kann. Er bringt seine Suzuki GSXR 750 Typ XR-55 mit, mit der er 1987 Deutscher Meister wurde.

Damit dieses Revival auch den entsprechenden Rahmen in den Medien bekommt, steigt der Chefredakteur von Europas größtem Motorverlag der Motor Presse, Michael Pfeiffer auf eine Suzuki GSX-R 750 und mischt sich unter das Feld der Superbiker. Rennerfahrung hat der schreibende Redakteur selbst in den jungen Jahren gesammelt. In diesem erlesenen Feld aber mitfahren zu dürfen, ist eine besondere Ehre.

Franz Rau und sein Partner von damals, der Amerikaner Steve McLaughlin freuen sich auf das Wiedersehen. Allerdings mit einer bangen Frage: Wird man alle Gesichter gleich wieder erkennen oder haben sich manche im Laufe der Zeit doch etwas verändert?
Diese Frage können die Besucher selbst beantworten, wenn sie ein Wiedersehen mit den Stars bei den Autogrammstunden feiern.

Text: Moto Motion

 

 

Kategorie: Motorsport

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