0

Hockey: 2.Sieg für 1b des Limburger HC, weitere Klatsche für Oberliga-Damen

Stefan Litzinger (links) und Ralf Jeuck (rechts) erkämpften mit dem LHC 1b einen verdienten Heimsieg über Wiesbaden.Foto: Klöppel

Hockey. Der Limburger HC 1b hat in der 1. Verbandsliga einen weiteren Pflichtsieg errungen und steht nach dem 8:4-Heimerfolg über den DHC Wiesbaden punktgleich mit Spitzenreiter SC 1880 Frankfurt IV auf Rang zwei der Tabelle. Nichts zu holen gab es leider für die Limburger Damen als Oberliga-Schlusslicht beim mehr als deutlichen 2:23 bei Spitzenreiter SC 80 II. Kommenden Sonntag, 16 Uhr, wird es für die Schützlinge von Trainer Ralf Jeuck gegen die Reserve des Erstbundesligisten Rüsselsheimer RK (Kreissporthalle) auch nicht leichter. 1b-Spielertrainer Remo Wierschke hingegen zeigte sich zumindest die letzten 45 der 60 Spielminuten in der Sporthalle der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule mit dem Auftritt seiner Schützlinge zufrieden. Anfangs war die Partie allerdings noch sehr durchwachsen. Beide Teams leisteten sich zuviele Abspielfehler und gingen sehr großzügig mit ihren Chancen um. Obwohl Limburg die eindeutig bessere Spielanlage zeigte, wurde oft zu hektisch agiert und sogar der 0:1-Rückstand kassiert. Als Ex-Nationalspieler Götz Müller als kluger Ballverteiler den Platz betrat, wendete sich das Spiel. Fortan hatte der LHC alles im Griff. Peter Heinzmann und Stefan Litzinger schossen ihr Team bis kurz nach dem Seitenwechsel auf 5:2 davon. Insgesamt wären noch mehr als acht Treffer möglich gewesen, denn Spielertrainer Wierschke meinte: “Wir hatten Chancen ohne Ende”. Da die Wiesbadener aber zu harmlos waren, um Limburger Fehler eiskalt zu nutzen, reichte es auch so für die Hausherren zu drei sicheren und eindeutig verdienten Punkten.

Limburg: Christof Kirchner, Lars Schmitt, Ralf Jeuck, Götz Müller (1 Tor), Christian Predikant, Peter Heinzmann (3), Sebastian Moos, Till Nebgen, Remo Wierschke (1), Stefan Litzinger (3), Lukas Bünning, Henry Stehle.

Die Limburger Oberliga-Damen hingegen wussten schon vor der Fahrt zu Tabellenführer 80 Frankfurt, dass es hier lediglich um Schadensbegrenzung ging. Da im Hallenteam mehrere Akteurinnen aus dem Bundesligakader der Mainstädterinnen stehen, hätten die Gäste hier auch in Bestbesetzung sicher nicht gewinnen können. Was für Ralf Jeuck aber bitter war, ist die Höhe der Niederlage. Der Trainer konnte aber nichts dafür, dass ihm erneut mehrere Akteurinnen absagten und er ohne gelernte Torfrau und ohne Auswechselspielerinnen nach Frankfurt fahren musste. Dass LHC-Torfrau Rosa Wuth erst das zweite Mal in ihrer Sportlaufbahn im Kasten stand und aus der Not zwei Spielerinnen auf dem Feld standen, die erst seit einem Jahr Hockey spielen, nutzten die routinierten Frankfurterinnen eiskalt aus. Sie spielten ohne Torfrau und setzten mit sechs Feldspielerinnen Limburg unter Dauerdruck. So fiel Tor um Tor. Besonders als irgendwann die Kräfte des LHC immer mehr schwanden. Dass das 80-er Tor verwaist war, konnten die harmlosen und zu unerfahrenen Gäste kaum nutzen. Hannah Kaiser, mit zwei Toren einzige gefährliche LHC-Spielerin, wurde von den Gastgeberinnen so clever gedeckt, dass auch sie nach vorne kaum noch Akzente setzen konnte. “Ich konnte nichts machen”, sagte Jeuck ehrlich: “Hätte ich auch die Torfrau rausgenommen, wäre es noch schlimmer geendet”. Da in der Oberliga neben dem LHC aber noch drei weitere Teams bisher punktlos sind, ist in Sachen Klassenerhalt -wenn sich der Trainer künftig auf alle Spielerinnen verlassen kann- noch nichts verloren.

Limburg: Rosa Wuth, Laura Sandner, Hannah Kaiser (2), Caroline Dechent, Magdalena Löwenberg, Caroline Schwarz.rk

Kategorie: Hockey Tags: 

Artikel weitersagen

Verwandte Artikel

Antworten

Kommentar senden
© 2018 sport11. Alle Rechte vorbehalten.
erstellt von MEDIENPANORAMA.