0

Bauprojekt prägt das Jahr des SV Elz

Der SVE-Vorsitzende Werner Weiße (hinten, 2. von rechts) konnte im Rahmen der Jahreshauptversammlung einige Ehrungen vornehmen.

Die Mitglieder des SV Elz haben lange Zeit auf ihr neues Vereinsheim gewartet. Inzwischen ist es bezugsfähig, und so feierte die Jahreshauptversammlung hier am Freitagabend im Rahmen einer gut dreieinhalbstündigen Veranstaltung Premiere. Es gab reichlich zu besprechen und mitunter auch hitzig zu diskutieren. Zu den zentralen Tagesordnungspunkten zählte neben zahlreichen Ehrungen für langjährige Vereinsmitgliedschaften auch die Neubesetzung mehrerer Positionen im Vorstand, weil einige Mitglieder ihre Ämter zur Verfügung stellten. Der Vorsitzende Werner Weiße und seine Mitstreiter hatten sich aber rechtzeitig Gedanken gemacht, wer für die vakant werdenden Positionen in Frage kommt, und so wurden alle vorgschlagene Kandidaten auch gewählt. Angelina Heyni übernimmt von Karl-Heinz Meister die Leitung des Wirtschaftsausschusses, Klaus Sommer kümmert sich künftig um die Mitgliederverwaltung, Mario Schüren, der als neuer Jugendleiter benannt wurde, gab die Aufgaben des 2. Schriftführers ab und wird von Henry Klinger beerbt, Oliver Metternich scheidet nach über zehn Jahren als Kassierer aus. Sein Amt übernimmt Harry Mohr. Metternich bleibt der Vereinsführung in beratender Funktion als 2. Beisitzer erhalten. Die Versammlung bestätigte Thomas Meister als 2. Vorsitzenden, Jana Romanowski als Abteilungsleiterin des Royal Balletts, Stephan Heinbücher an der Spitze der Alten Herren, Markus Schmidt in der Funktion des 2. Kassierers und Stefan Dietz als Leiter des Bauausschusses.
Der Bauausschuss stand in den vergangenen Monaten im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens. Es ist ein schickes Vereinsheim entstanden, an dem die Arbeiten aber noch nicht abgeschlossen sind. In zwei Kabinen ist genauso wie an den Außenanlagen noch Hand anzulegen. Und dann ist da noch der Abriss des alten Vereinsheims, bei dem die Verantwortlichen mehr Eigenleistungen der Mitglieder erwarten. „Ohne den Einsatz der Helfer wäre unser Projekt nicht in die Tat umzusetzen gewesen. Allerdings gab es bei den Arbeitseinsätzen bislang auch eine mangelnde Unterstützung für diejenigen, die immer da waren”, erzählte der Vorsitzende Werner Weiße in seinem Jahresberichte. Das führte nicht nur zu einer langeren Bauphase, sondern auch zu nicht einkalkulierten Mehrkosten. 331.000 Euro verschlang der Neubau bis dato. Der scheidende Kassierer Oliver Metternich berichtete zwar von einer finanziell erfreulichen Entwicklung auf den Vereinskonten, machte perspektivisch aber auch deutlich, dass die Zukunft nicht leicht werden wird. Weiße formulierte es später markant: „Wir brauchen Einnahmen, sonst schließen wir in naher Zukunft ab.”
Vor diesem Hintergrund beantragte Metternich eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und traf damit in ein Wespennest. Nach heftiger Diskussion ergab das Votum rückwirkend ab Jahresbeginn 2017 eine monatliche Erhöhung für aktive Erwachsene Mitglieder von acht auf zehn Euro, aktive Kinder und Jugendliche zahlen nun sieben (anstatt sechs), passive Mitglieder jährlich 50 Euro (anstatt 46) und Familien 168 Euro (anstatt 140). Ob diese in Augen des Vorstandes zwingend erforderliche Maßnahme, wie von vielen Gegenstimmen befürchtet, zu vermehrten Austritten führt, wird die Zeit zeigen.
Viel Positives berichteten die Abteilungsleiter: Jana Romanowski stellte die Aktivitäten des Royal Balletts vor, das mit seinen rund 100 Aktiven, die in vier Gruppen von neun Trainerinnen betreut werden, mehrere Tänze auf Elzer Bühnen und bei Turnieren aufführte. Die seit Juni 2016 bestehende Gardetanzabteilung zählt derzeit 13 Aktvie, blickt auf vier, fünf Auftritte zurück und ist zuversichtlich, über ein derzeit laufendes Schnuppertraining neue Mitglieder zu gewinnen. Für die Fußballer läuft es in der Saison 2016/17 gut. Die erste Mannschaft hat die Abgänge gut kompensiert und befindet sich in der Spitzengruppe der Kreisoberliga. Die Reserve, die mit der A-Jugend zusammengelegt wurde, spielt eine gute Rolle in der C-Klasse. „Erste und zweite Mannschaft wachsen immer enger zusammen”, ließ Abteilungsleiter Rafael Giedrowicz wissen. Mit bemerkenswerten Zahlen wartete Jugendleiter Jörgen Müller auf: 210 Nachwuchsfußballer spielen in zwölf Teams von der G- bis zur B-Jugend. Nur ganz wenige andere eigenständige Vereine im Kreis Limburg-Weilburg können ohne Jugendspielgemeinschaft auf eine derart breite Basis bauen. „Die gute Jugendarbeit ist die Grundlage für den Verein”, betonte auch der Elzer Bürgermeister Horst Kaiser, der dem Vorstand eine Erhöhung der Vereinszuschüsse auf das Niveau von vor 2009 zusagte. Die Alten Herren, so erklärte Stephan Heinbücher, standen nur selten zu Spielen auf dem Platz. „Die Bauarbeiten prägten das Jahr.” Das soll sich in Zukunft wieder ändern, wenn das alte Vereinsheim abgerissen ist – das muss im Jahr 2017 erledigt werden – und der SV Elz sein Mammutprojekt abgeschlossen hat.

Die Geehrten:
25 Jahre Mitgliedschaft: Rainer Arnold, Marcus Balmert, Frank Blättel, Stephan Diez, Volker Rump, Udo Schneider.
40 Jahre Mitgliedschaft: Jürgen Burgrraf, Roswitha Lanio, Heinz-Hermann Tropp.
50 Jahre Mitgliedschaft: Michael Blättel.
60 Jahre Mitgliedschaft: Willi Schafferhans.
70 Jahre Mitgliedschaft: Aloys Müller.

Kategorie: Sonstiges Tags: 

Artikel weitersagen

Verwandte Artikel

Antworten

Kommentar senden
© 2018 sport11. Alle Rechte vorbehalten.
erstellt von MEDIENPANORAMA.