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Andreas Weyl steht am Samstag an der ZDF-Torwand

Aus 40 Metern Maß genommen: Das Tor, das Andreas Weyl ins „aktuelle sportstudio” brachte.

Großer Auftritt für Andreas Weyl: Der Spielertrainer des Fußball-Kreisoberligisten TSG Oberbrechen steht am Samstagabend im „aktuellen sportstudio” des ZDF an der Torwand.
Bei der TSG Oberbrechen hat es Tradition, dass der Vater eines Spielers die Tore nach Möglichkeit filmt. Um Erinnerungen in bewegten Bildern am Leben zu halten, um sich ein paar Zungenschnalzer immer mal wieder vor Augen führen zu können. Auch im Kreisoberligaspiel gegen den TuS Dehrn am 30. September. In der zwölften Minute zieht TSG-Spielertrainer Andreas Weyl aus 40 Metern ab, die Kugel schlägt ein – es das 1:0 in einer Partie, die der Aufsteiger am Ende mit 6:1 für sich entscheidet.
Es passt alles in dieser Situation. „Unser Filmer war schon kurz davor die Kamera auszuschalten, weil er dachte, die Entfernung zum Tor sei zu groß”, erzählt Weyl. Zum Glück ließ er die Aufnahme dann doch weiterlaufen, seine Position auf dem Platz – unter dem Dach des Vereinsheims, weil es regnete – hätte nicht besser sein können – und so war der Anfang einer Geschichte gemacht, die am Samstagabend am Mainzer Lerchenberg endet. Zunächst stellte die TSG das Video in ihre WhattsApp-Gruppe, später in Facebook, dann nahm alles seinen Lauf bis zur offiziellen Abstimmung auf fussball.de.
Andreas Weyls Hammertor sammelte bei der Online-Abstimmung 57 Prozent. Platz eins vor Serkan Öztürk von der Spvgg EGC Wirges (40 Prozent) und Dominic Seiter vom SC 1949 Ramberg (3 Prozent). Und so wird der 35-jährige Spielertrainer der TSG im „aktuellen sportstudio” an der legendären Torwart stehen. Nach siebentägiger Wahlphase erhielt Weyl am Montag um 13 Uhr einen Anruf des Deutschen Fußball-Bundes mit der frohen Kunde, dass sein Treffer das Rennen gemacht hat. „Ich habe mich sehr gefreut, und spüre auch schon die Nervosität”, erzählt der Oberbrechener am Tag vor seinem TV-Auftritt. Mit zwei Freunden habe er unter der Woche bereits trainiert, „aber das eins zu eins darzustellen ist natürlich nicht möglich. Wenn die Fernsehkameras laufen, ist das etwas ganz Anderes.”
Weyls Gegner bei den sechs Schüssen auf die zwei Löcher wird Triathlet Patrick Lange sein, der vor einer Woche den Ironman auf Hawaii gewonnen hat. „Kein Profifußballer, aber eben ein großartiger Spitzenathlet”, freut sich der Herausforderer, der sich ein persönliches Ziel gesteckt hat. 0,8 Treffer erzielen die Amateursportler im Durchschnitt im Studio. „Wenn ich einen treffe”, so Weyl mit einem Augenzwinkern, „wäre ich dann ja schon über dem Schnitt.” Dann zielt Andreas Weyl aus sieben Metern und nicht wie gegen Dehrn aus 40.

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